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Zahl der Banker 2008 gestiegen – Gewinn deutscher Banken geschrumpft

Trotz Finanzkrise ist die Zahl deutscher Banken im Großherzogtum im vergangenen Jahr konstant geblieben. Die Bilanzsumme der 42 Niederlassungen ging aber deutlich auf 51,6 Mrd. Euro zurück. 2007 waren es noch 67,2 Mrd. Euro. Das geht aus der jüngsten Auswertung der Jahresabschlüsse hervor, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC vorgelegt hat.

Die Zahl der Geschäftsbanken insgesamt hat sich im Jahresverlauf um 4 auf 152 verringert. Die größte Gruppe stellen mit 43 Einheiten deutsche Institute, gefolgt von 21 belgischen und luxemburgischen Häusern.

Unterm Strich ist die Zahl der Bankmitarbeiter zwar trotz Finanzkrise das fünfte Jahr in Folge gestiegen und zwar auf 27.205 (plus 1.066), doch die Wachstumsdynamik hat sich deutlich abgeschwächt. Wuchs die Zahl der Angestellten im Jahr 2006 noch um 6,5 Prozent und 2007 um 5,6 Prozent, waren es im vergangenen Jahr nur noch 4,1 Prozent.

Verzeichnete das Großherzogtum im ersten Quartal noch einen Zuwachs beim Bankpersonal von 374 Stellen, waren es im zweiten Quartal 489 und im dritten Quartal 267. Von Oktober bis Dezember fiel die Zahl der Stellen dann aber im Zuge der Lehman-Pleite in Luxemburg um 64.

Die Banken, die besonders viele Mitarbeiter eingestellt haben, waren vor allem im Investmentfondsbereich tätig oder haben ihren Standort im Großherzogtum ausgebaut.

Unter den deutschen Instituten beschäftigte die DZ Bank die meisten Mitarbeiter (519), gefolgt von Dresdner Bank (379), Deutsche Bank (363), Hypo-Vereinsbank (318), Dekabank (313), Commerzbank (296) und Landesbank Baden-Württemberg (225).

Mit einer Bilanzsumme von 66 Mrd. Euro lag die Luxemburger Tochter der Deutschen Bank an der Spitze aller deutschen Institute, gefolgt von HVB Luxemburg (34 Mrd. Euro), Eurohypo (25 Mrd. Euro) und NordLB (20 Mrd. Euro).

Der stärkste Rückgang der Bilanzsumme entfiel auf die Gruppe der Landesbanken mit einem Rückgang von 6,5 Mrd. Euro (minus 7,2 Prozent) und auf die Gruppe der mittelgroßen Banken mit einem Rückgang von 1,5 Mrd. Euro (minus 13 Prozent).

Einen moderaten Anstieg der Bilanzsumme in absoluten und relativen Beträgen hat lediglich die Gruppe der Pfandbriefbanken und die Gruppe der übrigen Banken mit 0,3 Mrd. Euro zu verzeichnen.

Sieben Banken haben das Geschäftsjahr 2008 mit einem Jahresfehlbetrag abgeschlossen. Weitere sieben Banken konnten ihren Jahresüberschuss mehr oder weniger deutlich gegenüber 2007 steigern. Die restlichen Banken haben durchweg Rückgänge im Jahresüberschuss zu verzeichnen.

Beim Jahresergebnis lag die Dresdner Bank Luxemburg mit einem Gewinn von 317 Mio. Euro vor der Dekabank (261 Mio. Euro), Deutsche Bank (176 Mio. Euro) und Hypo-Vereinsbank (119 Mio. Euro). Größter Verlierer war die Luxemburger Niederlassung der Landesbank Baden-Württemberg mit einem Minus von 326 Mio. Euro, HSH Nordbank (269 Mio. Euro), Postbank (82 Mio. Euro) und Landesbank Berlin (63 Mio. Euro).

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