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Trotz Vermögensrückgangs steigt die Zahl der Fonds in Luxemburg

Die Luxemburger Fondsindustrie hat schwer unter der Finanz- und Wirtschaftskrise gelitten. Das verwaltete Fondsvermögen brach um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, berichtet der Informationsdienstleister Lipper in seiner “Luxembourg Fund Encyclopaedia”.

Es gab aber auch Lichtblicke: Die Zahl der Fonds stieg weiter an, vor allem Geldmarktfonds und börsengehandelte Indexfonds (ETF) legten zu.

Laut Lipper verringerte sich das in luxemburgischen Fonds verwaltete Vermögen aber von 3.024,2 Mrd. Dollar auf 2.152 Mrd. Dollar.

“Vor allem in den Monaten September und Oktober waren die Einbrüche am höchsten”, sagte Lipper-Direktor Ed Moisson. Der Rückgang beim verwalteten Vermögen sei zu etwa 80 Prozent auf die schlechte Marktentwicklung zurückzuführen statt auf Veräußerungen der Investoren.

Dass das Interesse am Fondsplatz Luxemburg nach wie vor hoch ist, belegt Lipper mit der gestiegenen Zahl an Fonds. Gegenüber 2007 kletterte die Anzahl um über zehn Prozent auf 12.102 Fonds. Es waren auch nicht alle Fondsklassen schlecht, heißt es in dem Standard-Nachschlagewerk weiter.

So erhöhte sich das Vermögen der Geldmarktfonds gegenüber 2007 um 16 Prozent auf 651,9 Mrd. Dollar. Das Vermögen der börsengehandelten Indexfonds (Exchange Trading Funds oder kurz ETF) wuchs sogar um 59 Prozent auf 32 Mrd. Dollar.

Größter internationaler Fondsverwalter in Luxemburg bleibt die JP Morgan Bank vor RBC Dexia, Fastnet, UBS Fund Services und der EFA. Allerdings gingen die betreuten Fondsvolumen deutlich zurück.

Größter Luxemburger Fondsanbieter mit einem Volumen von 7,42 Mrd. Dollar (Vorjahr: 10,58 Mrd. Dollar) bleibt die Banque de Luxembourg. Die BCEE hat die Kredietbank vom zweiten Platz verdrängt. Während bei der KBL das Volumen von 9,31 Mrd. Dollar auf 3,4 Mrd. Dollar einbrach, ging es bei der “Spuerkeess” nur leicht von 4,59 Mrd. Dollar auf 4,26 Mrd. Dollar zurück.

Bei den Prüfgesellschaften behält PricewaterhouseCoopers (PwC) mit 5.337 Mandaten die Nase vor KPMG und Ernst & Young. Die gestiegene Zahl der Fonds schlägt sich auch in einem Wachstum der Prüfmandate nieder.

Wichtigste Anwaltskanzlei für Fonds bleibt Arendt&Medernach mit 3.001 (2007: 2.752) Fonds vor Elvinger Hoss & Prussen mit 2.712 (2.602) Mandaten.

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