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Landesbanken siegen beim Private-Banking-Test in Luxemburg

Ein Test der besten deutschsprachigen Privatbanken in Luxemburg hat Erstaunliches zutage gefördert. Ausgerechnet die angeschlagenen Landesbanken und ein genossenschaftliches Institut beraten ihre vermögende Kundschaft am besten.

Beste deutschsprachige Bank im Großherzogtum ist nach Ansicht der Private-Banking-Prüfinstanz die Landesbank Berlin S.A. .

Das Institut überzeugte durch ein hervorragendes Beratungsgespräch und einen durchdachten Anlagevorschlag, schreibt das Gremium, das vom Verlag Fuchsbriefe, dem Institut für Qualitätssicherung und Prüfung von Finanzdienstleistungen (IQF) und dem unabhängigen Ratinginstitut firstfive AG gegründet wurde.

Die Bank wird das Lob allerdings nicht mehr nutzen können. Inzwischen wurden die Privatkundenaktivitäten in Luxemburg nämlich an die LBBW Luxembourg – die ehemalige LRI S.A. – verkauft.

Die freut sich umso mehr über das Testat. “Es gibt uns im Nachhinein die Bestätigung, dass wir einen guten Kauf gemacht haben”, sagte Roby Haas, Managing Direktor der LBBW Luxembourg und verantwortlich für das Private Banking.

Die LBBW in Luxemburg muss sich aber nicht verstecken. Sie belegt hinter der Landesbank Berlin den zweiten Platz im Länderranking. Dritter ist das genossenschaftliche Spitzeninstitut DZ Bank International.

“Wie der Zweitplatzierte LRI International auch absolvierte die Landesbank Berlin ein hervorragendes Beratungsgespräch”, loben die Tester. “Mit ihrem durchdachten Anlagevorschlag setzte sie sich anschließend vom Feld der Konkurrenten ab.”

Institutsübergreifend stellte die Prüfinstanz fest, dass sich die Attraktivität des Bankenplatzes Luxemburg in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert hat.

Große Schwächen offenbarten dagegen der Privatbankbereich der Fortis und der ING in Luxemburg. Bei der Fortis Banque, die künftig als BGL BNP Paribas firmieren wird, berücksichtigen die Tester die insgesamt angespannte Lage des Geldinstituts im Zuge der Finanzkrise und bescheinigen ihr ein großes Potenzial. Den Beratern am deutschen Desk fehle ein entsprechendes Management und an nötigen Strukturen, heißt es im Fazit.

Dagegen fällt das Urteil über die ING Luxembourg vernichtend aus.

Die Bank sollte “besser nur Visa-Karten verkaufen”, hieß es dort. Die Berater seien nicht vorbereitet und agierten ziel- und planlos. Sie machten darüber hinaus einen unprofessionellen Eindruck und vermittelten keine individuelle Lösung. Auch technische Probleme seien aufgetreten, bemängelten die Tester.

Der Test in Luxemburg fiel in diesem Jahr etwas dünner aus als im Vorjahr. Nur sieben gegenüber zehn in 2007 bilden zusammen das Länderranking.

So wurde der Sieger der beiden Vorjahre, Hauck & Aufhäuser Banquiers Luxembourg in diesem Jahr nicht getestet.

Die Experten der Gruppe haben in Luxemburg, Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als 100 Banken und unabhängige Vermögensmanager getestet. Dabei wurden die Kategorien Vertrauensbasis (20 Prozent), Beratungsgespräch (40 Prozent) und Anlagevorschlag (40 Prozent) geprüft.

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