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Landsbanki-Pleite kostet 140 Mitarbeiter im Großherzogtum den Job

Zum ersten Mal seit der Pleite der Bank of Credit and Commerce International 1991 muss eine Bank in Luxemburg Konkurs anmelden. Die Niederlassung der zahlungsunfähigen isländischen Landsbanki wird nach einer Entscheidung des Bezirksgerichts Luxemburg zerschlagen und abgewickelt. Am 8. Oktober hatte die Landsbanki die Konten ihrer Kunden eingefroren und den Status “Sursis de paiements” beantragt.

“Die Angestellten haben ein sogenanntes Super-Privileg”, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Aleba. Sie haben Vorrang gegenüber den anderen Gläubigern. Dadurch ist ihr Gehalt bis zu dem Tag gesichert, an dem die Bank ihre Tätigkeiten endgültig einstellt. Wann genau das ist, ist noch unklar.

Nachdem rund 20 der 140 Angestellten die Filiale bereits verlassen haben, muss nun von den zuständigen Anwälten eine Entschädigung für die Übriggebliebenen ausgehandelt werden. Im Falle einer Insolvenz müssen Kunden und Gläubiger abwarten, bis alle offenstehenden Gehälter ausgezahlt wurden. Ob es aber überhaupt zu einer Entschädigung der Angestellten kommt ist noch nicht bekannt.

“Die Aktiva der Bank werden bewertet und dann wird geschaut, wie viel Geld die Gläubiger erhalten”, sagte ein Sprecher der Bankenaufsicht CSSF.

Die Landsbanki ist die zweitgrößte Bank Islands. Sie wurde im Zuge der Finanzkrise von der isländischen Regierung verstaatlicht und ist seit dem 5. Dezember zahlungsunfähig. Maître Yvette Hamilius und Franz Prost, Partner bei Deloitte, zeichnen für die Abwicklung verantwortlich.

Vor einigen Wochen hatte die Nordea-Bank bereits das Private Banking der Glitnir-Bank übernommen, die fast zeitgleich mit der Landsbanki und der Kaupthing-Bank Gläubigerschutz angefordert hatte. Die Kaupthing Bank und die Bank Glitnir suchen noch immer nach einem Käufer.

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