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Währungsfonds-Studie: Finanzaktivitätssteuer könnte Luxemburg Rieseneinnahmen bescheren

Eine Finanzaktivitätssteuer (FAS), die von Kreisen der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) gefordert wird, würde es in den öffentlichen Klassen des Großherzogtums laut klingeln lassen, wie aus einer jetzt vorgelegten Studie des IWF hervorgeht.

Mit einer FAS sollen die Finanzdienstleistungen an den Kosten der Bankenstützung und der Wirtschaftskrise beteiligt werden. Anders als die ebenfalls erwogene Bankenabgabe bemisst sich die FAS indes nicht an den Bilanzsummen und Risiken der Banken, sondern an der Finanzaktivität.

Laut dem IWF ähnelt die FAS somit einer Umsatzsteuer, bei der jedoch nicht der Endverbraucher, sondern die Finanzbranche belastet wird.

Konkret sollen die Gewinne, der Vermögenszuwachs sowie Gehälter und Boni von der FAS erfasst werden. Dabei hat der IWF den Anteil dieser Geldquellen am Bruttoinlandsprodukt mehrerer Länder untersucht, was theoretisch als Bemessungsgrundlage in Frage kommt.

Demnach beläuft sich diese Bemessungsgrundlage in Luxemburg auf stolze 23,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukt, was einen einsamen Spitzenwert darstellt. In den USA beläuft sich der entsprechende Anteil lediglich auf 6,6, in Großbritannien auf 6,1 und in Deutschland sogar nur auf 3,6 Prozent.

Aus dieser Zahl lässt sich ablesen, dass dem Finanzsektor in Luxemburg eine relativ höhere volkswirtschaftliche Bedeutung zukommt als sogar in Großbritannien. Würde hierauf eine Steuer erhoben, könnte diese sich als wahrer Goldesel für die Staatskasse erweisen.

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