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WestLB muss Luxemburger Tochter auf Geheiß der EU verkaufen

Die WestLB muss ihre Luxemburger Tochter bis 2011 verkaufen. Das hat die EU verfügt – ansonsten wären Staatshilfen für den Düsseldorfer Konzern nachträglich nicht genehmigt worden.

Die meisten der verbliebenen 112 Mitarbeiter im Großherzogtum werden aber wohl ihren Job behalten, weil ihr Arbeitgeber eben überhaupt verkauft werden darf. So viel Glück haben die Kollegen an anderen Auslandsstandorten nicht. Bis auf sieben Niederlassungen müssen sämtliche Niederlassungen im Ausland geschlossen werden!

Die im November 2008 angekündigte Neuausrichtung des Geschäfts im Großherzogtum entfällt damit. Ursprünglich sollte das Privatkundengeschäft der WestLB unter dem Dach der Tochter Weberbank gebündelt werden. Doch auch das in Berlin ansässige Institut muss die WestLB innerhalb von zwei Jahren verkaufen.

2008 beschäftigte die WestLB noch 140 Mitarbeiter in Luxemburg. Ein Anfang Oktober 2008 beantragter Sozialplan für 30 Beschäftigte wurde nur zum Teil genutzt wurde, berichtet das Luxemburger Wort.

Rund 115 Mitarbeiter sind laut Angaben der Bankengewerkschaft Aleba von dem geplanten Verkauf betroffen. Die Aktivitäten der Bank in Luxemburg konzentrieren sich nach einer strategischen Neuausrichtung im Zuge der Turbulenzen bei der Mutter nur noch auf das Private Banking.

Das Handels- und Kreditgeschäft wurde bereits aufgegeben und in die Konzernzentrale nach Düsseldorf verlegt. Die Aleba ist zuversichtlich, dass sich ein Käufer finden wird, wodurch sich die restlichen Arbeitsplätze erhalten ließen.

Die WestLB war durch Fehlspekulationen und die Finanzmarktkrise unter Druck geraten. Sie veräußerte Anfang 2008 riskante Wertpapiere zum Einkaufspreis von 23 Milliarden Euro an eine Zweckgesellschaft. Die Eigentümer – das Bundesland NRW, die Sparkassen und Kommunen – gaben Garantien von fünf Milliarden Euro für die ausgelagerten Risiken ab. Dieser Risikoschirm war ein Fall für die Brüsseler Wettbewerbshüter.

Künftig muss sich die Landesbank auf die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, die Kreditvergabe an mittlere Unternehmen und die Zusammenarbeit mit den Sparkassen konzentrieren. Weitere Kerngeschäftsgelder seien Firmenkunden, Kapitalmarktaktivitäten und die Finanzierung von Großprojekten.

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