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Sal. Oppenheim-Untergang: Luxemburg vorerst nicht betroffen

Es ist ein Untergang auf Raten: Die Privatbank Sal. Oppenheim mit Sitz in Luxemburg wird sukzessive von der Deutschen Bank aufgelöst. Denn die deutsche Großbank interessiert sich lediglich für die Vermögensverwaltung von Sal. Oppenheim. So wurde jetzt beschlossen, das Investmentbanking nicht weiterzuführen. Damit stehen rund 200 Mitarbeiter vor dem Aus, obgleich ein Unternehmenssprecher betonte, dass einzelnen Beschäftigte in anderen Bereichen unterkommen könnten.

Sal. Oppenheim war in der Finanzkrise ins Straucheln geraten und überdies intensiv bei dem mittlerweile untergegangenen Einzelhandelskonzern Arcandor engagiert. Um einer Insolvenz zu entgehen, wurde die ehemals größte Privatbank Europas von der Deutschen Bank übernommen.

Seither wird alles zu Geld gemacht, was verkäuflich ist. So wurde das Derivategeschäft und Teile des Aktienhandels an die australische Bank Macquarie veräußert. Für die BHF-Bank, eine Sal.-Oppenheim-Tochter, sucht die Deutsche Bank intensiv nach einem Käufer. Überdies hat ein ganzes Team von Investmentbankern bei Hauck & Aufhäuser angeheuert.

“Wie das weitergeht, wird sich noch zeigen”

Damit stellt sich die Frage, ob der Standort Luxemburg in den Untergang der Privatbank mit in die Tiefe gerissen wird. Allein bei der Holdinggesellschaft von Sal. Oppenheim im Großherzogtum arbeiten laut Unternehmensangaben rund 250 Mitarbeiter. Zudem unterhält die ehemalige Privatbank weitere Aktivitäten – wie etwa ein Family-Office – in Luxemburg. Mithin summiert sich die Beschäftigtenzahl am Standort auf insgesamt über 500 Mitarbeiter.

Laut Unternehmensangaben ändere sich bei der Luxemburger Muttergesellschaft vorerst nichts. “Wie das weitergeht wird, sich noch zeigen”, ergänzte ein Sal. Oppenheim-Sprecher.

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