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Justizminister: Depotbanken müssen Madoff-Verluste erstatten

Ein Interview von Justiz- und Finanzminister Luc Frieden schlägt hohe Wellen. Depotbanken für in Luxemburg eingetragene Fonds die UBS und die HSBC Holdings seien verpflichtet, die Anleger für Verluste im Fall Madoff zu entschädigen, sagte der Politiker in einem Interview mit Bloomberg.

“Das Prinzip ist sehr klar. Die Depotbank muss Anleger entschädigen. Zieht man die rechtliche Situation in Betracht, ist die Situation nicht so kompliziert. Die Depotbank hat die Verantwortung für eine Rückgabe dieser Vermögenswerte”, sagte der 45-jährige.

Anleger am Fondsstandort Luxemburg sind vom Betrug des amerikanischen Geldverwalters Bernard Madoff in großer Zahl betroffen. Die Luxemburger Finanzaufsicht CSSF schätzt die Verluste auf 1,9 Milliarden Euro.

Nach Aufdeckung des Betrugs mussten 17 in Luxemburg registrierte Fonds geschlossen werden. Es gelte die Annahme, dass Banken den Anlegern gegenüber in der Pflicht sind.

Der Minister plädierte in diesem Zusammenhang für eine Lösung auf dem Weg eines internationalen Schiedsgerichts. “Ich ziehe es vor, wenn wir ein Schiedsgerichtsverfahren haben, das zwei oder drei Jahre dauert, anstatt vor Gericht hundert Fälle zu verhandeln, was zehn Jahre in Anspruch nehmen wird”, sagte Frieden.

Luxemburgs Regierung tritt als Vermittler in der Sache auf. Die Leute sollten sicher sein, dass sie vertrauen könnten, wenn sie in Finanzprodukte, die in Luxemburg registriert seien, investieren.

Während eine HSBC-Sprecherin nicht mit Risiken für ihre Bank rechne, war von UBS zunächst kein Kommentar zu erhalten.

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