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Fondsgesellschaft Franklin Templeton will 17 Mitarbeiter entlassen

Die Wirtschaftskrise erreicht nun auch die Luxemburger Fondsindustrie, das Herzstück der Finanzindustrie im Großherzogtum.

Franklin Templeton will 17 seiner 141 Mitarbeiter im Großherzogtum entlassen. Seit dem heutigen Donnerstag verhandelt die Tochter der Investmentgesellschaft aus Kalifornien über einen Sozialplan, bestätigte Marketing-Managerin Bérengère Blaszczyk gegenüber eFinancialCareers.

Fünf Arbeitnehmervertreter und die betroffenen Mitarbeiter seien bereits am 30. März informiert worden, teilte die Marketing-Managerin weiter mit. Einige Betroffene wurden für die Dauer der Verhandlungen bereits freigestellt.

Bei den Gewerkschaften klingt das freilich ganz anders: “Das Unternehmen hat bereits 13 Personen vom Dienst freigestellt, ohne dabei jedoch die in Luxemburg gültige Gesetzgebung zu respektieren”, empörte sich Aleba. Das Gesetz schreibe nämlich vor, dass eine Freistellung nur während der Kündigungsfrist möglich ist. Die Kündigung liege den Betroffenen aber bis heute nicht vor. Einigen Beschäftigten sei die Freistellung sogar lediglich am Telefon mitgeteilt worden, so die Gewerkschat weiter.

Aleba verurteilt diese “illegale Vorgehensweise aufs Schärfste” und verlangt Alternativen zu den Entlassungen und eine Verringerung der Zahl der Entlassungen.

Die Entlassungen sind Teil einer weltweiten Kündigungswelle. Wegen der anhaltenden Schwankungen an den Finanzmärkten hat die Gesellschaft seit Oktober 2008 bereits rund um den Globus 890 Stellen abgebaut; das entspricht etwa zehn Prozent der Belegschaft. Allein im März wurden 400 Mitarbeiter entlassen.

Franklin Templeton ist seit 1991 in Luxemburg aktiv. Das Hauptprodukt – Franklin Templeton Investment Fund (FTIF) – hat zwischen Oktober 2007 und Februar 2009 rund 50 Prozent an Wert verloren.

Eine Sprecherin von Franklin Templeton Schweiz versicherte gegenüber eFinancialCareers, dass es in Helvetia keine Pläne für Stellenstreichungen gebe. Franklin Templeton Deutschland wollte sich dagegen zu Entlassungen in der Bundesrepublik nicht äußern. Eine Sprecherin verwies lediglich auf die bereits bekannten weltweiten Stellenabbaupläne.

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