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Gewerkschaften kritisieren angekündigten Stellenabbau bei RBC Dexia

RBC Dexia Luxembourg will 110 Stellen im Großherzogtum streichen. Das geht aus einer Mitteilung des in den Escher Industriebrachen angesiedelten Fondsverwalters hervor.

50 Posten könnten durch Verlagerung der IT-Aktivitäten in die malayische Hauptstadt Kuala Lumpur wegfallen. Die Verringerung werde nach Möglichkeit durch die Streichung von externen Verträgen stattfinden. Die Auslagerung einiger IT-Aktivitäten sei eine strategische Entscheidung, die alle Niederlassungen der Gruppe betreffe. Aus welchen Gründen die restlichen 60 Posten abgebaut werden könnten, wird in der Mitteilung nicht erwähnt.

Der neue Dexia-Chef Pierre Mariani hatte vor kurzem gesagt, dass im Rahmen der Krisenbewältigung auch die erfolgreiche Partnerschaft mit der Royal Bank of Canada im Bereich der Investmentfonds unter die Lupe genommen werde. “RBC Dexia erwirbt neue Kunden. Wir müssen sehen, ob die Firma an der Konsolidierung mitwirken kann, die gerade in der Branche stattfindet”, sagte Mariani.

RBC Dexia Investor Services ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Dexia-BIL und der Royal Bank of Canada (RBC Group) und auf das Depotbankgeschäft, Verwaltungsaufgaben für Investment- und Pensionsfonds sowie Serviceleistungen für die beiden Muttergesellschaften spezialisiert.

Das 2005 gegründete Institut zählt 5.500 Mitarbeiter, davon 1.600 im Großherzogtum. Im Fondsbereich zählt die Gesellschaft weltweit zu den zehn wichtigsten “Custodians” und verwaltet Kundengelder von 2.000 Mrd. Dollar.

DIe Gewerkschaften reagierten entsetzt auf den angekündigten Stellenabbau. Aleba kritisierte das Verhalten der Bank als “unerhörten Vorgang”. Die Arbeitnehmervertretung verlangt genauere Einzelheiten über das Schicksal der Betroffenen. “Die ALEBA ist empört darüber, dass die Beschäftigten von RBC Dexia erst über die Presse vom geplanten Abbau von 110 Arbeitsplätzen informiert wurden”, hieß es in einer Mitteilung.

Wie die Konkurrenzgewerkschaft LCGB mitteilte, werden die Verhandlungen über einen Sozialplan erst in den nächsten Wochen beginnen. Dann soll auch geklärt werden, ob für die Beschäftigten der Plan “Maintien dans l’emploi”, Fortbildungen oder Versetzungen in andere Abteilungen möglich sind.

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