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Mitarbeiterzahlen bei Luxemburger Banken sinken – Gewinne steigen

Binnen Jahresfrist hat das Luxemburger Bankengewerbe zahlreiche Stellen abgebaut. Ende September arbeiteten nur noch 26.499 Menschen bei den Instituten – 770 (2,8 Prozent) weniger als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr.

Wie die Luxemburger Zentralbank BCL mitteilte haben sich die Arbeitsplatzverluste im dritten Quartal fortgesetzt. Die Beschäftigung im Bankensektor verringerte sich von Juli bis September um 283 Mitarbeiter (ein Prozent). Die Zahl der in Luxemburg tätigen Banken ging in diesem Zeitraum um 2 auf 146 Unternehmen zurück.

“Von den derzeit 147 luxemburgischen Banken sind etwa 60 im Private Banking tätig”, sagte Walter Koob ist Partner bei KPMG Luxemburg. Das von ihnen verwaltete Vermögen beläuft sich auf knapp 300 Mrd. Euro, einschließlich eines nicht unwesentlichen Anteils an standardisierter Vermögensverwaltung in Form von Investmentfonds.

Das Gros der Kunden unterhält Vermögen zwischen 100 000 und 500 000 Euro und stammt überwiegend aus den angrenzenden Nachbarstaaten. Während angelsächsische Finanzinstitute so gut wie nicht im Luxemburger Private Banking in Erscheinung treten, sind es eher Töchter von Banken aus Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Skandinavien und Italien, die am Markt präsent sind.

Während die Zahl der Mitarbeiter gesunken ist, haben die im Grossherzogtum ansässigen Banken zuletzt wieder höhere Gewinne erwirtschaftet. Der Gewinn vor Rückstellungen lag zum 30. September um 28 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Neben dem höheren Gewinn vor Rückstellungen werde auch der Nettogewinn der Luxemburger Banken höher ausfallen als letztes Jahr, teilte die Finanzaufsicht CSSF auf Basis provisorischer Zahlen mit. Wegen der konjunkturellen Entwicklung sei keine bedeutende Erhöhung von Wertberichtigungen zu erwarten.

Ein weiterer Grund für die steigenden Gewinne sind die verschiedenen Kosteneinsparungsprogramme der Banken. Sowohl beim Personal als auch bei allgemeinen Ausgaben wurde gespart.

Die Banken konnten aber auch von einer günstigen Zinsmarge profitieren. “Die Refinanzierungsbedingungen bleiben sehr günstig”, so die CSSF. Die Banken können sich billig Kapital beschaffen, müssen nur wenig Zinsen auf den Sparbüchern bezahlen, können es aber mit einem deutlich höheren Zinssatz weiterverleihen.

Dass hier nur ein Wachstum von 1,6 Prozent verbucht wurde, liege an einem Rückgang der eingenommenen Dividenden. “Wegen der guten Resultate von 2007 waren die 2008 überdurchschnittlich hoch”, teilte die CSSF weiter mit.

Den Rückgang der Kommissionseinkünfte erklärt die Behörde mit dem durch die Finanzkrise bedingten Rückgang der Marktkapitalisierungen. Die Kommissionen werden auf dem Volumen der getätigten Transaktionen errechnet.

Die starke Steigerung der “anderen Einkünfte” sei durch die Börsenkurse zu erklären, die in den letzten Monaten wieder angestiegen sind. Dies hat den Banken erlaubt, den Wert der Papiere in ihren Portfolios wieder hochzuschrauben.

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