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Britischer Versicherer streicht 50 Arbeitsplätze im Großherzogtum

Der britische Lebensversicherer Clerical Medical (CM) will am Standort Luxemburg 50 Arbeitsplätze abbauen. Im Rahmen einer Restrukturierung des seit diesem Jahr zur Lloyds Banking Group gehörigen Unternehmens soll Luxemburg künftig keine wichtige Rolle mehr spielen.

CM wird dann über eine Niederlassung in Heidelberg den deutschen Markt bedienen, nicht mehr wie bisher über die Dependance im Großherzogtum. Während die Luxemburger Niederlassung stark verkleinert wird, wird das Servicezentrum in Maastricht, das bislang die Kunden in Deutschland, Österreich und Italien bediente, geschlossen. Insgesamt werden dadurch 197 Stellen gestrichen. 70 Stellen werden geschaffen, die meisten davon in Heidelberg.

Dass Lloyds Banking Group die CM-Niederlassung 2010 in Heidelberg errichtet, hat einen guten Grund. Der Bank gehört bereits die Heidelberger Leben, früher MLP Leben.

Künftig soll die Heidelberger Leben als deutscher Lebensversicherer mit Schwerpunkt fondsgebundene Policen positioniert werden, die CM als Anbieter typisch britischer Lebensversicherungen für vermögendere Kunden. “Die potenziellen Kunden von Heidelberger Leben sind zwischen 20 und 45 Jahre alt, während die CM-Kunden zwischen 35 und 60 Jahre alt sind und sich durch ein hohes Interesse an der Investition von Einmalbeiträgen auszeichnen”, sagte Thomas Bahr, Vorstandschef der Heidelberger Leben.

CM ist seit 1995 über die Luxemburger Niederlassung in Deutschland tätig, 2005 kaufte der Konzern dem Finanzvertrieb MLP die damalige MLP Leben ab und benannte sie um in Heidelberger Lebensversicherung. Beide Unternehmen verkaufen hauptsächlich über Makler.

Jim Schneider, Vizepräsident der Gewerkschaft Aleba, sagte, die Versicherung wolle in Zukunft näher bei ihren Kunden sein und habe sich deshalb dazu entschlossen, ein Geschäftszentrum in Deutschland auszubauen. “Die Filiale in Luxemburg wird in diesem Zuge von derzeit 70 auf 20 Mitarbeiter verkleinert”, sagte Schneider.

Clerical Medical wurde vor wenigen Jahren von der britischen Großbank HBOS übernommen, die seit diesem Jahr zur Lloyds-Gruppe gehört. Wahrscheinlich wird deshalb die Filiale in der Route d’Arlon aufgegeben und die verbleibenden Mitarbeiter in die Luxemburger Lloyds-Büros versetzt, sagte Schneider.

Am Donnerstag beginnen die Verhandlungen für einen Sozialplan.

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