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17 Luxemburger Fonds stellen wegen Madoff-Betrug Betrieb vorläufig ein

Die schlechten Nachrichten häufen sich am Finanzplatz Luxemburg. Nun droht dem Großherzogtum ausgerechnet bei Investmentfonds – dem wichtigsten Stützpfeiler – ein herber Rückschlag.

Die Verwicklung in den milliardenschweren Betrugsfall um den US-Investor Bernhard Madoff hat dazu geführt, dass bislang 17 Investmentfonds angekündigt haben, kein Geld mehr auszuzahlen, heißt es in einer Mitteilung der Finanzaufsicht CSSF. Das Volumen der betroffenen Fonds addiert sich immerhin auf 1,7 Mrd. Euro.

Sollten weitere Fonds faktisch den Betrieb auf unbestimmte Zeit einstellen, könnte Luxemburg binnen kürzester Zeit den mühsam aufgebauten Vertrauensvorsprung wieder verlieren. Wie kaum ein anderer Finanzplatz ist das Großherzogtum auf einen anhaltenden Kapitalstrom angewiesen.

Sollte der aber wegen Madoff ins Stocken geraten, würde Luxemburg nicht nur seine Stellung als zweitgrößter Fondsstandort der Welt nach den USA verlieren, zugleich stünden hunderte, wenn nicht sogar tausende Arbeitsplätze auf der Kippe.

Bislang hat sich Luxemburgs Finanzindustrie aber im Vergleich zu anderen Standorten relative robust gezeigt.

So ist der Gewinn der Luxemburger Banken im vergangenen Jahr lediglich um 8,6 Prozent auf 5,7 (2007: 6,3) Mrd. Euro zurückgegangen, teilte die CSSF in einer weiteren Erklärung mit.

Die Behörde macht für den Einbruch die “Subprime”-Krise verantwortlich, die die Märkte im August 2007 erschüttert hat und die seitdem nach spektakulären Bankpleiten in eine globale Wirtschaftskrise ausgeartet ist.

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