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Gute Geschäftszahlen lassen BGL-Mitarbeiter aufatmen

Gute Nachrichten für die rund 2.600 Mitarbeiter der BGL. Das im Herbst 2008 aus der Fortis Banque Luxembourg hervorgegangene Institut hat trotz anhaltender Turbulenzen an den Finanzmärkten im vergangenen Jahr einen kleinen Überschüss von 30 Mio. Euro erwirtschaftet.

Noch ist zwar unklar, ob die BGL eigenständig bleibt oder – wie vom BGL-Management gewünscht – von der französischen BNP Paribas übernommen wird. Doch der große Druck ist damit trotz des erheblichen Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr zunächst einmal gewichen.

Angst um seinen Arbeitsplatz muss sich bei BGL gegenwärtig ohnehin niemand machen. Veronique Eischen, Zentralsekretärin beim Gewerkschaftsverband OGBL, erinnert an den Kündigungsverzicht, den das Management im Zuge der Loslösung aus der insolventen Fortis-Gruppe vereinbart hat.

Doch wer weiß schon, was passieren würde, wenn die Finanzkrise die “grundsolide Bank” (O-Ton Verwaltungsratspräsident Gaston Reinesch) noch tiefer in die Finanzkrise ziehen sollte.

Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers hat der BGL zwar Verluste von acht Mio. Euro beschert, doch damit ist die Bank im weltweiten Vergleich noch gut weggekommen.

Und die Betrugsaffäre um den US-Investor Bernhard Madoff soll die BGL überhaupt nicht getroffen haben. Dagegen könnte die Pleitewelle unter den isländischen Banken Glitnir, Landsbanki und Kaupthing zu Zahlungen von 60 Mio. Euro führen.

Die größte Gefahr geht freilich von den verbrieften Wertpapieren (Assed Backed Securities) aus, die die BGL im Zuge der Zerschlagung von Fortis übernommen hat.
Auf den ersten Blick ist das Volumen mit 340 Mio. Euro relativ niedrig – der Fortis-Konzern hatte schließlich insgesamt ABS mit einem Volumen von 6,3 Mrd. Euro in den Büchern stehen.

Da es für diese “Produkte” aber auf absehbare Zeit keinen Markt gibt, weiß niemand, wieviel sie tatsächlich wert sind. Im schlimmsten Fall müssten sie je nach Fälligkeit über einen längeren Zeitraum abgeschrieben werden.

Für eine Entwarnung ist es angesichts der schlimmsten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten deshalb noch viel zu früh.

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