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Warum Fortis Versicherungsmitarbeiter um ihre Jobs zittern müssen

Nach dem Verkauf des Nicht-Leben-Versicherungsgeschäfts an die Schweizer Bâloise-Gruppe wissen die rund 180 Mitarbeiter von Fortis IARD noch nicht, ob ihre Jobs gefährdet sind, oder nicht.

Schließlich musste das Management wohl bereits gehen. “Es wird nur die Distribution und nicht das Management übernommen, wodurch der Nichtlebenbereich von Bâloise um rund 60% wachsen wird”, schreiben die Analysten von Vontobel in einer Studie.

Der Basler Konzern hatte die Gunst der Stunde genutzt und Fortis’ Sach-, Haftpflicht- und Feuergeschäft für vergleichsweise günstige 23 Mio. Euro übernommen. Dieser Bereich erwirtschaftete 2008 ein Prämienvolumen von 22 Mio. Euro und liegt damit in Luxemburg auf Rang 6.

Nach der Übernahme soll der Bereich mit rund 180 Mitarbeitern mit dem bereits bestehenden Geschäft von Bâloise in Luxemburg verschmolzen werden.

Bislang sind die Eidgenossen mit den Tochtergesellschaften Bâloise Assurances Luxembourg und Bâloise Vie Luxembourg im Grossherzogtum tätig. Die beiden Töchter verkaufen Versicherungen und Vorsorgeprodukte in Luxemburg und weiteren EU-Ländern. 2008 erzielten die beiden Ableger ein Geschäftsvolumen von 570 Mio. Franken und beschäftigten rund 190 Mitarbeiter.

Fortis verkauft derzeit alles, was nicht zum Kerngeschäft Bank gehört. Der belgisch-französische Finanzkonzern hat unter der Finanzkrise schwer gelitten. Vor allem die teure Übernahme von Teilen der niederländischen Großbank ABN Amro wurde dem Unternehmen zum Verhängnis.

Der Großteil des Bankgeschäfts wurde im Herbst 2008 in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden verstaatlicht. Inzwischen wurde das Bankgeschäft in Belgien und Luxemburg von der französischen Großbank BNP Paribas übernommen.

Dem Versicherungsgeschäft weint das Management keine Träne hinterher. “Unsere Entscheidung, Fortis Luxemburg IARD zu verkaufen, reflektiert die veränderte Strategie der Gruppe”, sagte Steven Braekeveldt, Kontinentaleuropa-Chef von Fortis. “Alle Geschäftsbereiche müssen beweisen, dass sie eine kritische Größe erreichen können und einen signifikanten Beitrag zum Ergebnis leisten.”

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