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Comeback des Private Equity: Luxemburg gut aufgestellt

Die Sauregurkenzeit im Private Equity (PE) ist laut einer Studie der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Ernst & Young vorbei. So brach die Zahl der PE-Deals weltweit in 2009 um 36 Prozent auf 1612 ein. Das Geschäftsvolumen büßte sogar um 56 Prozent auf 95,5 Mrd. US-Dollar ein.

Doch seit dem dritten Quartal nehmen die Aktivitäten im PE-Geschäft der Studie zufolge wieder zu. Das Volumen der getätigten Transaktionen stieg von 24 auf 38,9 Mrd. US-Dollar im letzten Quartal 2009 wieder an.

Diese Entwicklung dürfte auch der PE-Branche in Luxemburg ein Lächeln ins Gesicht zaubern. So sind im Großherzogtum mehr als 230 SICAR und knapp 1000 SIFs registriert. Dabei handelt es sich um juristische Anlagevehikel für PE- und Risikokapital, die spezifisch für Luxemburg sind und im internationalen Wettbewerb einen wichtigen Standortvorteil darstellen, wie der stellvertretende Direktor der Association of the Luxemburg Fund Industry (ALFI) Charles Muller meint.

“Die Entwicklung des regulativen Umfelds für die Industrie der alternativen Anlagemöglichkeiten, die derzeit in Europa und im Rest der Welt diskutiert werden, stellen eine einzigartige Chance dar, was Luxemburg gut erkannt zu haben scheint”, heißt es von Ernst & Young in Luxemburg.

Bei der SICAR handelt es sich um eine Gesellschaftsform, die für PE und Risikokapital (Venture Capital) maßgeschneidert ist. Dieses Anlagevehikel unterliegt der Kontrolle der Luxemburger Finanzaufsicht. Da es sich um eine Gesellschaftsform handelt, können SICAR auch von den Doppelbesteuerungsabkommen des Großherzogtums profitieren.

Die SIFs sind indessen Fonds und unterliegen als solche nicht den Doppelbesteuerungsabkommen. Dabei wurden die SIFs speziell für Anlageklassen geschaffen, die nicht der europäischen Fondsrichtlinie UCIT entsprechen – wie eben PE und Risikokapital, erklärt Muller.

Doch die beiden Anlagevehikel zielen nur auf institutionelle und Großinvestoren. Um Kleinanleger auszuschließen, beträgt die Mindesteinlage bei SICAR und SIF 125.000 Euro. In den SIF wurden bereits viele Kriterien berücksichtigt, wie sie die EU für ihre Alternative investment fund managers directive plant. “Damit ist Luxemburg bei den alternativen Produkten gut aufgestellt”, meint der stellvertretende ALFI-Direktor.

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