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Warum Dexia-BIL trotz eines Gewinns Stellen abbauen will

Dass die Luxemburger Tochter der angeschlagenen Dexia-Gruppe 78 Arbeitsplätze abbauen will, war schon länger bekannt. Nun, nach Bekanntgabe der Zahlen für 2008, darf man aber schon die Frage stellen, warum?

Schließlich hat Dexia-Bil im vergangenen Jahr einen Gewinn von 96 Mio. Euro erwirtschaftet. Eine Spitzenwert, wenn man bedenkt, dass der belgisch-französische Mutterkonzern im gleichen Zeitraum 3,3 Mrd. Euro versenkt hat.

Der Gewinn stammt zum Großteil aus dem Retail- und Kreditgeschäft, sagte Frank Wagener, Präsident des Direktionskomitées der Dexia-BIL dem Luxemburger Wort.

Ausgerechnet die Bereiche, die noch vor zwei, drei Jahren von Topmanagern der Großbanken als margenschwach belächelt wurden, im Zuge der Finanzkrise aber als Rettungsanker wiederentdeckt werden.

Nach Ansicht von Wagener sind Stellenstreichungen trotzdem notwendig, weil sich seit der Lehman-Brothers-Pleite im September 2008 die Rahmenbedingungen dramatisch verändert haben. Dexia-Bil habe Kunden verloren und will deshalb so schnell wie möglich das Umsatz- und Gewinnniveau vor Beginn der Krise erreichen.

Da 75 Prozent der Aufwendungen auf Personalkosten entfallen, komme man nicht daran vorbei, auch in dem Bereich zu kürzen, so Wagener.

Strategisch ändern werde die Bank aber nichts. Die breite Aufstellung – Retail, Unternehmenskunden, Fondsgeschäft, Private Banking und Asset Management habe Schwächeperioden in einzelnen Geschäftsfeldern ausgeglichen.

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