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Luxemburger Gewerkschaften rufen zur Demonstration gegen Sparpaket auf: Werden Grenzgänger einseitig belastet?

Einvernehmlich rufen die drei Luxemburger Gewerkschaften LCGB, OGBL und ALEBA zu einer Demonstration gegen das geplante Sparpaket der Regierung in Höhe von 1,6 Mrd. Euro auf. Dazu sollen sich die Beschäftigten am Donnerstag (16. September) um 17 Uhr auf dem Place Clairefontaine in Luxemburg-Stadt versammeln.

Den Unmut der Gewerkschaften haben vor allem die “einseitigen Belastungen” der Grenzgänger erregt. So soll das Kindergeld ab dem 21 Lebensjahr gestrichen und durch Studienbeihilfen ersetzt werden. Doch in den Genuss der neuen Studienbeihilfen sollen lediglich Familien kommen, die nicht nur im Großherzogtum arbeiten, sondern auch seit längerer Zeit dort wohnen. Damit würden die Grenzgänger künftig leer ausgehen.

Bislang haben Grenzgänger für ihre Kinder bis zum 27. Lebensjahr Anspruch auf ein Kindergeld in Höhe von 185 Euro für ein Kind, jeweils 220 Euro für zwei Kinder und für jeweils 267 Euro für drei Kinder. Dazu würden laut Angaben eines LCGB-Sprechers noch weitere Vergünstigungen hinzukommen.

Überdies würden die Grenzgänger durch die Halbierung der Absetzbarkeit der Fahrtkosten von 2970 auf künftig 1485 Euro pro Jahr naturgemäß ärger betroffen, wie der Gewerkschaftssprecher betonte.

Mithin dürften auch viele Beschäftigte aus den Finanzdienstleistungen in Zukunft leer ausgehen. Laut der öffentlichen Statistik waren in der Branche im September 2009 gut 29.600 Mitarbeiter beschäftigt, wovon ziemlich genau die Hälfte auf Grenzgänger entfällt. Diese stammten aus Frankreich mit knapp 6300 Beschäftigten, Belgien mit gut 4300 und Deutschland mit knapp 4000 Beschäftigten.

“Der LCGB lehnt entschieden jede Maßnahme ab, die zur ungerechten Behandlung der Arbeitnehmer führt. Bei gleicher Arbeit und gleichen Sozialbeiträgen müssen allen Arbeitnehmern gleiche Leistungen geboten werden. Der LCGB lehnt ein Zwei-Klassen-Steuersystem vehement ab,” heißt es vom LCGB.

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