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Ausblick 2011 – Wo im Großherzogtum die besten Karrierechancen lauern

Die Aufsteiger…

Einstellungsoffensive bei den Big 4

Der wirtschaftliche Aufschwung in Mitteleuropa und die zunehmende Regulierungsdichte sorgen bei den Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst&Young, KPMG, PwC und Deloitte auch am Standort Luxemburg für einen kleinen Einstellungsboom.

“Wir werden die wirtschaftliche Erholung in Luxemburg durch die Einstellung von mehr als 210 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2011 (Juli 2010 bis Juni 2011) fördern”, heißt es etwa bei Ernst & Young.

Bei Deloitte klingt es ganz ähnlich: “Da sich der Markt langsam von der Krise erholt, wachsen unsere Geschäftsaktivitäten. Um der Nachfrage unserer Kunden nachzukommen und um ihnen mit einem qualifizierten Team beizustehen, stellt Deloitte Luxemburg Talente auf allen Leveln ein (Junior und Berufserfahrene) und für alle Dienstleistungen (Audit, Tax, Consulting).

Deutsche Bank Luxemburg

Während die Landesbanken sich sukzessive aus dem Großherzogtum zurückziehen, stärkt der deutsche Branchenprimus seine Position hierzulande. So stellte schon die Wahl des Niederlassungsleiters Ernst-Wilhelm Contzen zum Präsidenten der Luxemburger Bankenvereinigung ABBL eine große Ehre dar.

Dies wurde noch durch die Tatsache gekrönt, dass Contzen erst im Dezember vom Wirtschaftsmagazin Paperjam zum einflussreichsten Wirtschaftslenker im Großherzogtum erkoren wurde, womit er immerhin Michel Wurth und Lakshmi Mittal vom Stahlriesen Arcelor Mittal auf die Plätze zwei und drei verwies.

Durch die Übernahme von Sal. Oppenheim konnte die Großbank auch ihre physische Präsenz in Luxemburg stärken. Allerdings stellt sich die Frage, ob die Integration von Sal. Oppenheim-Luxemburg in 2011 nicht doch noch Stellenstreichungen nach sich ziehen wird.

Banco Bradesco: Die Brasilianer kommen

Die Investoren strömen derzeit zuhauf in die Schwellenländer. Denn dort wird das Wachstum generiert, das vielen europäischen Ländern so schmerzlich fehlt. Doch die brasilianische Großbank Banco Bradesco dreht jetzt den Spieß um. Bis zum März 2011 will das Institut mit Hauptsitz in Osasco bei São Paulo sein Personal in Luxemburg auf 40 Mitarbeiter nahezu verdoppeln.

“Jeder möchte brasilianisch kaufen”, kommentierte Banco Bradesco-Vize und Investmentbanking-Chef Norberto Pinto Barbedo das Engagement und ergänzt: “Wir sehen große Chancen, um mehr internationales Geschäft anzuziehen.”

Die Absteiger…

Die deutschen Landesbanken

Der Rückzug der deutschen Landesbanken aus dem Großherzogtum ist noch längst nicht abgeschlossen. So dürften weitere Geschäftseinheiten auch in 2011 verkauft werden und weitere Mitarbeiterstellen unwiderruflich wegfallen. Die LBBW will beispielsweise auch noch ihre restlichen Aktivitäten in Luxemburg versilbern, nachdem das Private Banking bereits an die Dekabank abgestoßen wurde. Auch hinter den verbleibenden Aktivitäten der HSH Nordbank in Luxemburg steht ein großes Fragezeichen.

DEXIA

Im abgelaufenen Jahr hat die belgisch-französische DEXIA-Bank im Großherzogtum bereits 140 Stellen gekappt. Auch für die Zukunft sind die Aussichten eher trübe. “Die Anstrengungen zur Verringerung der Kostenbasis in Belgien und Luxemburg werden weitergehen”, heißt es etwa in einer Unternehmensmitteilung. So soll die Cost-Income-Ratio von 74 Prozent in 2009 auf 66 Prozent in 2014 sinken. Das sind keine guten Aussichten.

KBL

Auch bei der KBL European Private Bankers regiert der Rotstift. So sollten das Unternehmen mit noch gut 1000 Mitarbeiter zunächst 115 Beschäftigte verlassen. Nach Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern hat sich die Zahl im Dezember auf 108 verringert, wie die Arbeitnehmervereinigung ALEBA meldet.

Obgleich die Entscheidungen noch in 2010 gefallen sind, wird der tatsächliche Abbau erst im kommenden Jahr erfolgen. Die Details des kürzlich ausgehandelten Sozialplans sind hier abrufbar (auf Französisch).

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