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DER BERATER: Meine POSITIVEN Erfahrungen mit Headhuntern

Unser Gastautor arbeitet als Consultant im Kapitalmarktumfeld und ist auf der Suche nach einem neuen Job. In einem Blog berichtet unser Kolumnist über seine Erfahrungen bei diesem Unterfangen.

Nachdem ich im letzten Blogeintrag meine negativen Erfahrungen mit Headhuntern geschildert habe, möchte ich heute meine positiven Erfahrungen mitteilen. Es gab bisher einige wenige Glanzlichter unter den Headhuntern. Unter diese Kategorie fallen sowohl “Phone-Only”-Headhunter aus Großbritannien als auch deutsche Headhunter, mit denen man sich unter Umständen persönlich trifft.

Meist folgte das Vorgehen der guten Headhunter einem einheitlichen Muster. Die Anfragen von guten Headhuntern kamen aus irgendeinem Grund bisher fast immer über das Telefon. Die Anrufer stellten sich vor und erzählten auch sehr genau und detailliert, woher sie die Kontaktdaten hatten. Meist folgt dann eine kurze eigene Vorstellung.

Gute Headhunter nehmen sich Zeit! Sie führen ein richtiges Interview. Dies kann persönlich oder auch telefonisch stattfinden. Am Telefon sollte man bis zu 30 Minuten einplanen, um den Lebenslauf durchzugehen und anschließend die eigenen Wünsche genau zu beschreiben. Allen ist jedoch gemeinsam, dass Sie nach mehr als nur den “Skills” fragen. Diese Headhunter möchten sich einen Eindruck von der gesamten Person verschaffen. Ein Headhunter fragte sogar nach meinem familiären Hintergrund, gleich mit dem Nachsatz “wenn Sie nicht möchten, dann müssen Sie mir das nicht erzählen”.

Auf ein solches Interview sollte man vorbereitet sein und ggf. eine “Telefonecke” dafür parat haben. Als Abschluss eines solchen (Telefon)Interviews steht weniger “DIE” Jobempfehlung, sondern eher ein “ich komme wieder auf Sie zu”. Dieses “ich komme auf Sie zu” kann unter Umständen auch erst drei Monate später eintreten. Hier sollte man – wie bei der gesamten Jobsuche – viel Geduld mitbringen.

Einige deutsche Headhunter nutzen auch die Möglichkeit, sich persönlich zu treffen und ein solches Interview zu führen. Ein Headhunter ist hierfür extra aus Düsseldorf nach Frankfurt angereist. Ein anderer Headhunter hat mich zu einem netten Italiener eingeladen.

Mir ist besonders ein Unterschied zwischen deutschen und den englischen Headhuntern aufgefallen: Die englischen Headhunter rufen an: “Hast Du JETZT Zeit?”, während ihre deutschen Kollegen erst einmal nach einem Telefontermin fragen. Meist ist 19 Uhr und später kein Problem für Headhunter und man sollte die Möglichkeit nutzen.

Es hat mich ehrlich gesagt überrascht, aber es ist auch ein gutes Anzeichen, wenn das Unternehmen des Headhunters klein ist. Die besten Anfragen habe ich bisher von “Boutiquen” erhalten. Das beste Interview hatte ich bislang bei einem Headhunter, der seit Jahren nur mit seiner Frau arbeitet und den ich nur telefonisch kenne. Details zu diesem Bewerbungsgespräch gibt es in einem meiner nächsten Blog-Einträge. Gebt aber diesen “Kleinen” auch eine Chance, Ihr werdet es selten bereuen.

Insbesondere ist mir bei den guten Headhuntern aufgefallen, dass ich hier Stellenangebote erhalten habe, die in keiner Stellenbörse zu finden sind. Sie suchen lieber nach den passenden Kandidaten für eine Stelle, als diese ins Internet zu stellen und die Kandidaten zu “filtern”. Ein Headhunter hat mir sogar einmal erzählt, dass sein Kunde nicht möchte, dass diese Stellen in den Online-Börsen auftauchen. Daher sollte man mit Headhuntern zusammenarbeiten und diese “nur” als Ergänzung der eigenen Direktbewerbungen sehen.

Kommentare (5)

Comments
  1. ….Sir, was immer Sie dann gerade aus langer Weile testen und hier kund tun – es ist doch nichts neues!

    Rein gar nichts!

  2. …wer ein telefonisches Interview als qualitatives Merkmal schätzt, ist selber wohl eher kein Mensch, der auf Hochwertiges achtet bzw. es zu würdigen weiß. Nur persönliche Gespräche können einem Personalberater einen korrekten Eindruck eines Kandidaten vermitteln. Oder ist da jemand anderer Meinung?

  3. ich warte noch auf zufällige Schleichwerbung für einer der besagten Boutiquen…..die kochen alle mit Wasser, sehr viel heiße Luft, und der eine oder andere kann sich glücklich schätzen, bei einem namenhaften Unternehmen angestellt zu sein…auch wenn diese nur Kosten verursachen – nicht wahr Herr Kofgeldjäger?

  4. Ich kann bestätigen, dass ich mit alten Hasen aus der Branche sehr gute Gespräche geführt habe; diese waren teilweise Einzelkämpfer, höchstens aber mit einem Branchengenossen gemeinsam unterwegs.

    Eine Zumutung sind entsprechend diese großen Schrotthäuser wie *****, wo einem 25jährige Schnullerbacken dämliche Fragen stellen, da lege ich zügig wieder auf.

    Schön, dass das Junggemüse üben muss, aber nicht bei gestandenen Spezialisten, die sich auf Augenhöhe unterhalten möchten. Und für dieses Nichtstun, Branchen-Nichtswissen und fehlende Umsorgung 10-20% des Jahresgehalts kassieren, ne, das gestehe ich denen für das bisschen Recherche nicht zu.

    Ich bleibe dabei: Headhunter muss man löchern, seinen eigenen kritischen Fragenkatalog zusammenstellen und von Vornherein gar nichts glauben, dann fährt man erfolgreich.

  5. ich kann mich anschliessen: A) Profil des HH überprüfen, mit gerade von der Uni oder HH mit komischen LL brauch ich nicht reden b)persönliches Gespräch mit dem HH bevor es zu einer Stellenausschreibung geht c) konkret über die ausgesuchte Stelle fragen wenn a & b nicht stimmen, dann kann man es mit c gleich lassen. habe vielleicht ein Verhältnis von 1:12 bisher gehabt (guter HH zu einfach nur schlecht)

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