☰ Menu eFinancialCareers

Was Arbeitgeber von Ihnen in einem Vorstellungsgespräch wollen

Es handelt sich um das stressreichste Elemente der Jobsuche: das Vorstellungsgespräch. Falls Sie bei Ihren Bemühungen so weit vordringen, dann handelt es sich um die letzte Hürde, die Sie nehmen müssen. Um den Job tatsächlich zu ergattern, dürfte es sehr hilfreich sein zu wissen, was bei dem Tête-à Tête in dem Kopf der Interviewenden tatsächlich vor sich geht. Denn schließlich sprechen diese mit Dutzenden an Finanzprofis, die die Stelle ebenso gern erhalten würden wie Sie selbst.

Dabei sind nicht alle Vorstellungsgespräche gleich. Obgleich es unmöglich ist, alles vorauszusehen, was in einem solchen Gespräch passieren kann, können Sie sich zumindest bei den Grundlagen vorbereiten. Jeder Interviewende geht davon aus, dass Sie mit einem Verständnis für die Stelle und die damit verbundenen Verantwortlichkeiten zu dem Gespräch erscheinen. Und vielleicht noch wichtiger, dass Sie mit der Unternehmenskultur und  dessen Philosophie vertraut sind.

Sie erwarten, dass Sie den Unternehmens-Leitfaden gelesen haben und mit der jüngsten Präsentation zur Strategie oder Stellungnahme des Unternehmenschefs vertraut sind.

Kennen Sie sich selbst?

Nur das Unternehmen und die Stelle zu kennen, reicht nicht aus. Verstehen Sie sich selbst? Der schnellste Weg, um einen Gesprächspartner zu verärgern, besteht darin, kein Verständnis dafür zu haben, was Sie selbst mitbringen. Jeder kann Zahlen und Fakten lernen, doch verfügen Sie auch über ein tieferes Verständnis für Dinge jenseits des Offensichtlichen? Oft will ein Gesprächspartner direkt von Ihnen wissen, worin Ihre Stärken und Schwächen bestehen.  Dabei geht es nicht nur darum zu ermitteln, ob Sie aufrichtig sind, sondern auch um Ihre Fähigkeit, sich selbst einzuschätzen.  In einem Vorstellungsgespräch gibt es keine Zeit dafür, dies hinterrücks zu ermitteln. Vielmehr werden Sie wahrscheinlich direkt danach gefragt. Dabei handelt es sich um eine Frage, die über Erfolg- und Misserfolg entscheidet. Daher sollten Sie sich hierfür einige Zeit nehmen. Sie sollten davon ausgehen, dass jede Überschrift, jeder Punkt Anlass zur Diskussion geben kann, denn Ihr Gesprächspartner geht davon aus.

Sie können Ihre Gesprächspartner mit vorgefertigten Geschichten beglücken, mit denen Sie illustrieren, wo Sie Ihre Stärken bereits erfolgreich im Berufsleben einsetzen konnten. Dabei müssen Sie in Ihren Geschichten nicht als Held auftreten, vielmehr sollten Sie die Geschichten nutzen, um wichtige Elemente Ihres Charakters und Ihrer Fähigkeiten zu illustrieren.

Warnsignale

Sie werden möglicherweise bemerken, dass ein Gesprächspartner versucht, einige Punkte tiefer zu hinterfragen als die anderen. Falls ein Gesprächspartner sich auf ein spezielles Problem fokussiert, dann ist es wahrscheinlich, dass er Zweifel an Ihrer Antwort hegt. Eine wiederholte Frage kann bedeuten, dass Ihre Antwort nicht den Erwartungen entsprochen hat. Dabei handelt es sich um ein Alarmsignal für Ihr Gehirn.  Sie müssen mit dieser Herausforderung zurechtkommen oder das Vorstellungsgespräch wird ganz schnell vorbei sein.

Haben Sie Fragen an die Personen, die Sie interviewen? Denn diese wollen sehen, dass Sie engagiert sind und bei dem Gespräch mitdenken. Halten Sie nicht alle Fragen, die Sie haben, bis zum Gesprächsende zurück. Vielmehr sollten Sie sie einflechten, wenn sich eine Gelegenheit dazu bietet. Reagieren Sie proaktiv.

Grüne Ampeln

Ein Hiring Manager verfügt über eine Reihe von  „Grünen Ampeln“: Immer wenn Sie auf eine davon treffen, sind Sie einen Schritt weiter. Davon gibt es eine ganze Reihe und jeder Hiring Manager verfügt über seine ganz eigene Liste. Doch hier sind einige der verbreitetsten:

Optimismus: Konzentriert sich der Kandidat auf Lösungen und nicht auf Probleme? Fragt er sich, wie man es besser machen kann? Ist er stolz darauf, Erfolge zu beschreiben?

Energie: Strahlt der Kandidat im Vorstellungsgespräch Energie aus? Wirkt der Kandidat nach langer Arbeitszeit erschöpft oder verströmt er Kraft und Ausdauer?

Sprachliches Ausdrucksvermögen: Sind die Antworten klar und deutlich? Sind diese leicht verständlich, souverän und klar? Verwendet der Bewerber die treffenden Ausdrücke und korrekte Grammatik, um sich klar zu artikulieren?

Dabei gibt es noch viele mehr, doch alle bestehen aus den gleichen Elementen: Handelt es sich bei Ihnen um einen qualifizierten Kandidaten und können Sie sich selbst anständig präsentieren? Falls Sie das vermögen, dann wird das Ihren Gesprächspartnern gefallen und damit letztlich auch Ihnen selbst.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier