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OECD-Better Life Index: Luxemburger sind reich, aber nicht allzu glücklich

Ein Glücksschwein bei der Arbeit. (Bundesarchiv, Bild 183-D1224-0012-003 / CC-BY-SA)

Ein Glücksschwein bei der Arbeit. (Bundesarchiv, Bild 183-D1224-0012-003 / CC-BY-SA)

Dass Geld allein nicht glücklich macht, stellt eine Binsenweisheit dar.  Somit ist auch das Bruttoinlandsprodukt ungeeignet, um die Lebensqualität eines Landes abzubilden. Daher arbeiten Ökonomen seit einiger Zeit an einer Glücksformel, die Kriterien wie Gesundheitszustand, Bildungsniveau, Umwelt und das subjektive Glücksempfinden miteinbezieht.

Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) arbeitet an einer solchen Glücksformel, die sie als „Better Life Index“ bezeichnet. Der Clou daran: die Leute können die einzelnen Kriterien individuell werten, und sich so ihren persönlichen Glückszustand errechnen lassen. „850.000 Personen aus über 180 Ländern haben bislang teilgenommen“, sagt der stellvertretende Leiter der OECD-Statistikbehörde Paul Schreyer.

Mithin gibt es auch kein einzelnes Land, das als glücklichste Nation aus dem „Better Life Index“ hervorgeht. Doch falls die einzelnen Kriterien durchschnittlich gewertet werden, sind die Menschen in Australien, Norwegen und den USA am glücklichsten. Etwas schlechter schneiden Schweden, Dänemark und die Schweiz ab.

Dagegen landet das Großherzogtum nur im oberen Mittelfeld. Beim durchschnittlichen Haushalteinkommen kann sich Luxemburg mit 35.321 US-Dollar den zweiten Platz nach den USA mit 37.708 Dollar unter den OECD-Staaten sichern. Auf den dritten Platz findet sich mit großem Abstand das ölreiche Norwegen mit 30.321 Dollar.

Anders sieht es beim Kriterium Lebenszufriedenheit aus. Dort erreicht Luxemburg mit 7 Punkten nur einen mittleren Platz nach Dänemark (7,8), Norwegen (7,6), der Schweiz und Österreich (7,5), Australien, Kanada, Israel und Finnland (7,4), Schweden (7,3) und den USA (7,1)

Bemerkenswert ist weiter, dass Frauen länderübergreifend besser als Männer abschneiden. Schreyer führt dies darauf zurück, „dass Frauen im Schnitt gesünder sind, ausgeprägtere soziale Bindungen haben und ihre Lebenszufriedenheit subjektiv höher bewerten als Männer.“

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