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GASTKOMMENTAR: Fünf Wege, um ehemaligen Kollegen zu einem Job zu verhelfen

Erinnern Sie sich manchmal an Ihre ehemaligen Kollegen? Denken Sie an die Kollegen, mit denen Sie zusammengearbeitet haben und die jetzt zuhause sitzen und darüber nachsinnen, ob sie jemals wieder eine Arbeit finden? Diese Leute brauchen Ihre Hilfe.

Vielleicht fragen Sie sich: “Was geht mich das an?” Denn schließlich gelten ehemalige Banker nicht gerade als Fälle für die Fürsorge. Zugegebenermaßen haben Ex-Banker selten einen dringenden Geldbedarf, dennoch gibt es eine Vielzahl gescheiter, kompetenter Leute, die eine zweite Chance verdient haben.

Schließlich besteht ein beachtlicher Teil des Erfolgs im Geschäftsleben im Austausch von Gefälligkeiten. Falls Sie an Karma glauben, dann besteht hier eine gute Chance, sich eines zu verdienen. Falls Sie jedoch ein Hardcore-Darwinist sind, sollten Sie nicht die Möglichkeit ausschließen, dass jemand, dem Sie nicht geholfen haben, doch einmal zu Ihrem Chef wird. So etwas kann passieren.

Ich selbst habe einigen Exkollegen geholfen. Einige haben durch meine Anstrengungen einen Job gefunden, andere nicht. Hier einige Beispiele, wie ich zu helfen versucht habe.

1. Jobempfehlungen

Sofern Sie in Ihrem Job gut sind, dann kennen Sie sicherlich eine Menge Leute in der Branche, die Wissen, wo gerade eingestellt wird. Lassen Sie Ihre ehemaligen Kollegen an dem Wissen teilhaben.

2. Marktinformationen

Eine Schwierigkeit, mit der Arbeitslose zu kämpfen haben, besteht darin, dass Sie nicht über die gleichen Instrumente wie ein Angestellter verfügen. Ihnen fehlen das Bildschirmgeflimmere und der Flurfunk, um bei den Marktentwicklungen am Ball zu bleiben. Wenn Sie ihnen helfen, auf der Höhe der Zeit zu bleiben, dann mögen diese bei ihrem nächsten Vorstellungsgespräch punkten können.

3. Nutzen Sie Ihr eigenes Netzwerk

Empfehlen Sie Ihre ehemaligen Kollegen Leuten, die gerade über Neueinstellungen entscheiden – insbesondere Abteilungsleitern, Personalverantwortlichen und Recruitern. Denn unaufgeforderte Informationen einer dritten Person sind für Personalberater und Recruiter ganz besonders glaubwürdig. Falls Sie niemanden kennen, der über Neueinstellungen entscheidet, dann findet sich vielleicht in ihrem Netzwerk jemand, der weiterhelfen kann. Vielleicht laden Sie auch ehemalige Kollegen zu Partys, Versammlungen usf. ein, wo diese nützliche Kontakte knüpfen können.

4. Investieren Sie in Ihre Kollegen

Falls Sie über das Geld verfügen und glauben, dass Ihr ehemaliger Kollege über eine profitable Geschäftsidee verfügt, dann sollten Sie zumindest darüber nachdenken, diese auch umzusetzen. Falls dies gelingen sollte, dann könnte sich das ganze sogar auszahlen, obgleich für Nächstenliebe und Geschäfte unterschiedliche Regeln gelten.

5. Lassen Sie nicht nach

Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, erhalten oftmals sofort Sympathie-Bekundungen und darauf folgt … gar nichts. Sie verfallen mehr und mehr der Isolation, während alle anderen mit ihrem eigenen Leben weitermachen. Es liegt an Ihnen, die Sympathie-Bekundungen in eine nachhaltige Hilfe zu verwandeln. Schreiben Sie Emails und fragen, wie es ihnen geht oder laden Sie sie zu einem Kaffee ein. Bieten Sie Ihre Hilfe an und setzen Sie Ihre Hilfsangebote auch um. Und fragen Sie sie nicht nach ihrer Jobsuche aus, denn Sie werden Ihnen sicherlich alle guten Nachrichten freigiebig mitteilen und werden sich eher unwohl fühlen, wenn sie ihre Misserfolge ausbreiten müssen.

Achten Sie auch auf größere Probleme, falls sie Ihnen auffallen. Manche Arbeitslose tendieren dazu, emotional instabil zu sein und zeigen Anzeichen größerer Probleme. Depressionen, Suchtmittelmissbrauch sind leider unter Arbeitslosen nicht selten.

Menschen mit solchen Problemen wird die Arbeitssuche Schwierigkeiten bereiten. Auch wenn es schwer fällt, ist es manchmal hilfreich, den heiklen Punkt eines gesundheitlichen Problems anzusprechen, das womöglich ein Hindernis bei der Jobsuche darstellt. Versuchen Sie, die Betroffen dazu zu bewegen, sich nach professioneller Hilfe umzuschauen. Dies kann sogar soweit führen, dass Sie selbst entsprechende Adressen heraussuchen.

Kommentare (1)

Comments
  1. Großes Lob für diesen Beitrag!
    Die meisten Artikel zeigen die schlechte Seite des Banking oder beschreiben die Gier nach dem großen Geld.
    Wenn jeder in der Branche sich eine kleine Scheibe Menschlichkeit abschneiden würde, wie sie hier im Beitrag geäußert würde, wäre unsere Branche einen großen Schritt weiter.
    Auch Banker sind und bleiben nur Menschen!

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