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Trotz enttäuschender Geschäftszahlen will Liechtensteiner LGT weiter wachsen und selektiv einstellen

Das Liechtensteiner Schloss - Sitz der Fürstenfamilie.

Das Liechtensteiner Schloss - Sitz der Fürstenfamilie.

Bei der LGT Group in Liechtenstein haben die Einigung mit dem deutschen Fiskus und die gescheiterte Übernahme der BHF Bank tiefe Spuren in der Gewinn und Verlust-Rechnung hinterlassen. Laut den am heutigen Dienstag (20. März) vorgestellten Geschäftszahlen für 2011 hat sich der Konzerngewinn von 147,7 Mio. auf nur noch 70,3 Mio. Franken halbiert. Dagegen belief sich der Nettoneugeldzufluss auf 8,6 Mrd. Franken.

Für jeden Mitarbeiter wendete die Bank 5 Prozent weniger auf

Nach der gescheiterten Akquisition hat sich das fürsteneigene Institut von seiner deutschen Tochtergesellschaft mit 120 bis 130 Mitarbeitern getrennt. Entsprechend purzelte die Mitarbeiterzahl der Gruppe in 2011 um 5,8 Prozent auf 1779 Beschäftigte. Dagegen baute die LGT laut einem Unternehmenssprecher im asiatischen Private Banking und im Asset Management-Geschäft weiter Personal auf. Seit der Jahrtausendwende hat die Liechtensteiner Bank ihre Mitarbeiterzahl sogar beinahe verdreifacht.

Die fallenden Gewinne bekommen die Mitarbeiter indes am Geldbeutel zu spüren: Der Personalaufwand des Liechtensteiner Instituts brach um 10,5 Prozent auf 392 Mio. Franken ein. Damit wendete die LGT für jeden Mitarbeiter durchschnittlich gut 220.000 Franken auf, was 5 Prozent weniger als im Vorjahr waren. Damit liegt die LGT jedoch auf Augenhöhe mit den Schweizer Privatbanken.

Neueinstellungen in Asien, Österreich und im Asset Management

Trotz der Enttäuschung in Deutschland kündigte LGT-Chef Prinz Max von und zu Liechtenstein eine Fortsetzung der Wachstumsstrategie an: „In den ersten Monaten 2012 konnten wir zudem zwei Transaktionen – eine Beteiligung an der ungarischen Quantis und den Kauf des Insurance Linked Investment Geschäfts der Clariden Leu – zur Verstärkung unseres Asset Management-Geschäfts ankünden.“

Dabei will die LGT vor allem in Asien und im Alpenraum weiter wachsen. „Wir werden weiter in das organische Wachstum unserer Standorte in Asien, in der Schweiz, in Österreich und in Liechtenstein sowie in unser Asset Management-Geschäft investieren und bleiben auch an selektiven Zukäufen interessiert“, ergänzte der Prinz.

Laut dem Unternehmenssprecher plant LGT konkret einen moderaten Personalaufbau im asiatischen Private Banking und im Asset Management. Auch für Österreich ist ein Personalaufbau absehbar, während die Beschäftigtenzahl in Liechtenstein und der Schweiz gleichbleiben solle. Dennoch sei das Unternehmen auch hier für selektive Einstellungen oder Zukäufe offen. „Dort wo sich Opportunitäten bieten, werden wir Teams übernehmen“, ergänzte der Sprecher.

Quelle: LGT Group

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