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Go east: Credit Suisse sucht händeringend deutschsprachige Mitarbeiter für den Standort Breslau

Die schlesische Metropole Breslau hat einiges an Lebensqualität zu bieten.

Die schlesische Metropole Breslau hat einiges an Lebensqualität zu bieten.

Seit einigen Jahren gibt es einen Exodus von Banken und Finanzdienstleistern in Richtung Osteuropa. Immer mehr renommierte Institute bauen Backoffice und IT-Einheiten in Polen, Tschechien oder Ungarn auf. Dabei sind gut ausgebildete Mitarbeiter zu moderaten Lohnkosten das entscheidende Argument.

So hat auch die Credit Suisse in Breslau (Wroclaw) in 2007 ein „Center of Excellence“ (CoE) gegründet. Vor einem Jahr kündigte die Schweizer Großbank eine Aufstockung der Mitarbeiter in der schlesischen Metropole von 500 auf 800 Beschäftigte an. Auch heute noch finden sich reichlich Stellenanzeigen für den Standort Breslau auf der Karriere-Website der Credit Suisse.

Dabei sticht eine Daueranzeige besonders ins Auge. Dort heißt es: „Falls Sie fließend Deutsch sprechen und daran interessiert sind, in ein internationales Unternehmen einzutreten, bei dem der Kunde im Mittelpunkt steht, Teamwork und Reputation entscheidende Antriebskräfte sind, dann sollten Sie nicht zögern, sich zu bewerben.“ Von Polnisch-Kenntnissen für den Standort Breslau ist hingegen keine Rede. Vielmehr heißt es in der – wohlgemerkt englischsprachigen – Anzeige weiter: „Englisch wäre auch von Vorteil.“

Konkret sucht die Credit Suisse in Breslau gleich eine ganze Reihe von Profilen mit Deutschkenntnissen:

Administration

Private Banking Operations

Finance and Controlling

Marketing and Controlling

Project Office

IT / Programming

IT Performance Management

Offenkundig reichen Englischkenntnisse für das Breslauer-Backoffice nicht aus, um mit den Frontoffice-Kollegen in der Schweiz oder Deutschland kommunizieren zu können – ansonsten würde die Anzeige keinen Sinn machen. „Es gibt in der Credit Suisse noch extrem viele Prozesse, die auf Deutsch ablaufen“, bestätigt auch ein Unternehmenssprecher.

Die Credit Suisse habe sich seinerzeit ganz bewusst, für den Standort Breslau entschieden, weil dort sehr viele junge, gut ausgebildete Menschen mit Deutschkenntnissen verfügbar seien.

Darüber hinaus kann dies auch eine Chance für deutsche Finanzprofis sein, ihr Glück im Osten zu versuchen. Zwar sind die Gehälter dort immer noch niedriger als in Deutschland – doch das kann sich ganz schnell ändern. Laut dem Credit Suisse-Sprecher ziele die Anzeige indes auf lokale Kandidaten, was indes Bewerbungen aus Deutschland nicht ausschließe. Die Credit Suisse will unterdessen den Standort weiter ausbauen.

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