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GASTKOMMENTAR: Wie Sie einen guten ersten Eindruck hinterlassen

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Von Patrizia Becker

Patrizia Becker arbeitet als Knigge-Trainerin. In einem Gastbeitrag gibt Becker einige Tipps, wie Kandidaten bei einer Bewerbung einen guten ersten Eindruck hinterlassen.

„Wie Du kommst gegangen, so wirst Du empfangen,“ dichtete Johann Wolfgang von Goethe einmal. Als Künstler wusste er, dass die Deutungshoheit über ein gelungenes Aussehen beim Betrachter liegt. Der richtige Stil ist ein Türöffner, und im ersten Eindruck entscheidet sich, wie viel Zeit mir mein Gesprächspartner zur Verfügung stellt. Auch die Augenhöhe und die innere Aufmerksamkeit haben hier ihren Ursprung. Und weil sich in diesem Moment bereits „Gewinn oder Verlust“ entscheiden, lohnt es sich, ihm einen Moment der strategischen Planung zu widmen:

Im Internetzeitalter findet der erste Kontakt oft virtuell statt, also ist das Portrait die erste wichtige Information. Mein Rat: Investieren Sie Zeit und Geld in einen guten Portraitfotografen! Zu viele Portraits beinhalten lediglich die „Ablichtung eines Konterfeis“ – dabei haben Sie hier bereits die Möglichkeit, Ihre Klasse zu vermitteln! Wie wollen Sie wirken? Ein guter Portraitfotograf wird die Umsetzung mit Ihnen planen. Anhand der Website des Fotografen können sie oft bereits einschätzen, ob er Persönlichkeiten aus der Wirtschaft angemessen inszenieren kann.

Die persönliche Pflege-Kultur spielt beim ersten Eindruck eine große Rolle: Nur sauber und  akkurat – oder auch mit einem gewissen „Schliff“? Das macht schon einen Unterschied aus.

Die Qualität des Haarschnittes und die Pflege der Hände sagen über einen Menschen mehr als die Dicke der Brieftasche aus. Hier haben Sie die Möglichkeit, richtig zu beeindrucken, Ihr Charisma nachhaltig zu unterstreichen. Dynamik entsteht auch durch die Schlichtheit: Wirken Sie fokussiert? Ist Ihre Kleidung qualitativ hochwertig, aber frei von zeitaufwändigem Planungsdetails?

Wer den Eindruck erweckt, sich jeden Morgen ausgiebig mit der Kombination der richtigen Muster und Accessoires zu beschäftigen, wirkt narzistisch und wenig vertrauenswürdig.  „A man cannot get dressed unless his ideas get cloathd at the same time,“ hat der englische Schriftsteller Laurence Sterne gesagt. (Ein Mann kann sich nicht kleiden, ohne gleichzeitig seinen Gedanken Ausdruck zu geben).

Stil gilt als Indikator für Eigenanspruch und Führungsstärke. Es ist Ihr Bild, was in Erinnerung bleibt und für oder gegen Sie arbeitet.

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