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Blick ins Portemonnaie: Wer bei Vontobel am besten verdient

Vontobel-Chef Zeno Staub.

Vontobel-Chef Zeno Staub.

Auch bei Vontobel ging das Geschäftsergebnis in 2011 auf Tauchstation. Der Vorsteuergewinn des Zürcher Bankhauses verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 15,1 Prozent auf 146,9 Mio. Franken, wie das Institut am heutigen Donnerstag (16. Februar) mitteilte. Somit fiel auch die Eigenkaptialrendite mit 7,5 Prozent recht bescheiden aus. Die Kostenertragsquote belief sich auf 80 Prozent.

Dabei konnte Vontobel mit einem Nettoneugeldzufluss von 8,2 Mrd. Franken glänzen. Trotz des mageren Geschäftsergebnisses setzte Vontobel seinen Wachstumskurs fort und schuf 67 neue Stellen – eine Ausnahme in der krisengeschüttelten Branche.

„Der Neugeldzufluss aus den aufstrebenden Wachstumsmärkten, namentlich aus dem Mittleren und Fernen Osten bestätigt, dass unsere Geschäftsstrategie greift“, sagte Vontobel-Chef Zeno Staub. „Profitabilität und betriebliche Effizienz blieben dagegen hinter unseren Erwartungen“, ergänzte Staub.

Am schlechtesten schnitt das Private Banking ab, wo der Vorsteuergewinn um 32 Prozent auf nur noch 33 Mio. Franken einbrach. Dennoch schuf Vontobel allein im Geschäft mit den vermögenden Privatkunden rund 50 neue Stellen. Entsprechend sank der Personalaufwand pro Kopf um 12,8 Prozent auf etwa 226.000 Franken. Kaum erstaunlich: Die Kostenertragsquote fiel mit 84 Prozent ebenfalls schwach aus.

Auch das Asset Mangement musste einen Gewinneinbruch um 27,5 Prozent auf 36,7 Mio. Franken verkraften und die Kostenertragsquote belief sich auf 81,4 Prozent. Trotz des traurigen Ergebnisses scheinen die Mitarbeiter des Geschäftsbreiches von Einschnitten weitgehend verschont zu bleiben. So bewegte sich die Mitarbeiterzahl mit rund 280 Stellen auf Vorjahresniveau. Die Personalkosten sanken lediglich um 1,7 Prozent auf knapp 337.000 Franken.

Dagegen konnte sich das Investmentbanking im Branchenvergleich mit einer Kostenertragsquote von 66,6 Prozent recht wacker schlagen. Der Vorsteuergewinn verringerte sich lediglich um 17,7 Prozent auf 95,1 Mio. Franken. Damit waren die Investmentbanker für fast zwei Drittel des gesamten Vorsteuergewinns bei Vontobel verantwortlich. Auch in dieser Sparte wurden einige neue Stellen geschaffen. Der Personalaufwand pro Kopf sank indes um 7,9 Prozent auf gut 279.000 Franken.

Quelle: Geschäftsbericht

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