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Welche Fragen Banken bei Vorstellungsgesprächen in 2012 stellen II

©istockphoto/pagadesign

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Kürzlich haben wir die ersten Ergebnisse unserer Umfrage veröffentlicht, welche Fragen Banken den Bewerbern für Praktika und Traineeprogramme in 2012 stellen. Hier folgen nun weitere Einsendungen.

Wir können natürlich keine Garantie abgeben, dass diese Vorstellungsgespräche tatsächlich so stattgefunden haben. Falls Sie selbst auch Fragen und Antworten aus echten Vorstellungsgesprächen hier zur Verfügung stellen wollen, dann senden Sie diese bitte zu redaktion@efinancialcareers.com.

Berenberg: Einstiegsposition fürs Aktien-Research

Frage:

Was können Sie mit einer Orange anfangen?

Antwort:

Auf dem Fuß jonglieren, auspressen oder damit Tennis spielen.

Frage:

Falls Sie ein Tier wären, welches wären Sie dann und wieso?

Antwort:

Eine Giraffe, denn Sie hat einen guten Überblick und steht dennoch mit den Beinen auf dem Boden.

Frage:

Für diese Stelle gibt es einen anderen Kandidaten. Sollen wir ein Vorstellungsgespräch mit ihm führen und anschließend die Entscheidung fällen oder würden Sie es vorziehen, wenn wir stattdessen eine Münze werfen?

Antwort:

Ich würde es vorziehen, Sie würden sich mit dem anderen Kandidaten treffen.

BNP Paribas: Praktikum im Bereich Technology

Frage:

Was denken Sie über Boni?

Antwort:

Ich antwortete in etwa folgendes: Die Medien und damit die Öffentlichkeit scheinen allein den Bankerboni eine sehr starke Abneigung entgegenzubringen. So scheint sich beispielsweise niemand an den zum Teil exzessiven Boni für einige Top-Rechtsanwälte, Hedgefondsmanager, Fußballspieler, Fernsehstars und anderen zu stören. Dennoch scheint es Fälle zu geben, wo die Boni unberechtigt sind und nicht wirklich auf Leistung basieren, was ich ablehne. In einer idealen Welt sollte jeder belohnt werden. Doch er sollte den Bonus nur erhalten, wenn er in einem bestimmten Zeitraum wirklich außerordentliche Leistungen erbracht hat.

Frage:

Vor Ihnen sitzen gerade jetzt drei Banker und die Bonuszeit steht kurz bevor. Wie viel Boni würden Sie jedem von ihnen geben?

Antwort:

Ich sagte, dass dies vom vergangenen Jahr abhinge. Falls beispielsweise eine größere, erfolgreiche Software-Einführung stattgefunden hätte, dann würde ich dazu neigen, die Boni zu erhöhen. Doch falls es sich um ein normales Jahr handeln würde, dann würde der Bonus geringer ausfallen. Ich gehe einmal davon aus, dass ich irgendein Manager wäre, wenn ich den Bonus festlegen könnte. Ich würde somit während des Jahres herauszufinden versuchen, wie welche Leistungen und Beiträge zu einem Projekt sie erbracht hätten. Unter bestimmten Voraussetzungen würde ich vielleicht denken, dass jemand hervorsticht und ihm einen besonderen Bonus gewähren. Ansonsten würde ich mich an die Standardprozeduren der Bank halten.

Frage:

Ein Rennwagen fährt eine Runde einer Rennstrecke mit 30 km/h. Wie schnell müsste der Wagen die zweite Runde fahren, um sicherzugehen, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit insgesamt bei 60 km/h liegt?

Antwort:

Ich würde die s=d/t Gleichungen verwenden. Also 30=d/t1 und 60=2d/t1+t2 und ich fand heraus, dass t2=0. Daher sagte ich, dass ich unendlich schnell in die zweite Runde gehen müsste. Ich brauchte einige Zeit, um auf t2=0 zu kommen und ich dachte, ich hätte einen Fehler gemacht. Die Gesprächspartner sagten jedoch nach einiger Zeit, dass das Ergebnis tatsächlich korrekt war – allerdings erst nach einigen Momenten peinlicher Stille.

Lazard: Einstiegsposition für M&A

Frage:

Sollten Spenden besteuert werden?

Antwort:

Das ist strittig. Ich antwortete ja, aber zu einem günstigeren Steuersatz. Ich argumentierte, dass Steuern theoretisch dafür da sind, Regierungsdienstleistungen zu finanzieren, wovon auch Wohltätigkeitsorganisationen profitieren. Außerdem würde eine Spendenbesteuerung die Transparenz ihrer Buchhaltung verbessern und damit Betrug vorbeugen.

Frage:

Sie sind der Captain einer Sportmannschaft gewesen und sind offenbar daran gewohnt, Verantwortung zu tragen. Wie würden Sie damit zurechtkommen, hier am unteren Ende der Nahrungskette zu stehen?

Antwort:

Ich habe gesagt, dass ich Captain gewesen bin, aufgrund des Respekts, den ich mir erworben habe. In einer neuen Umgebung würde ich mich ähnlich verhalten.

Frage:

Halten Sie das Geschäftsmodell von Private Equity für richtig: Billig kaufen, die Kosten verringern und teuer verkaufen?

Antwort:

Ich sagte, mittlerweile gibt es so viele Teilnehmer auf den Finanzmärkten, dass die Chance, solch einfache Deals zustandezubringen, nicht mehr existieren. Erstens gibt es oftmals eine langgezogene Bieterschlacht um die besten Anlagemöglichkeiten, so dass die Anbahnung von Deals oftmals einem Wettrüsten zwischen starken Gegnern gleicht, die nach den gleichen Chancen suchen. Darüber hinaus bedeutet der allgemeine Zustand des Finanzdienstleistungssektors, dass es keine so einfache Exitstrategie wie einen Börsengang gibt. Daher ist das Private Equity-Geschäft gezwungen, zumindest zu versuchen, einen wirklichen Mehrwert bei seinen Investments zu leisten.

Lazard: Praktikum in M&A

Frage:

Wieso haben Sie sich nicht im Management Consulting beworben?

Antwort:

Weil ich Finance vorziehe und gerne das Ergebnis meiner Arbeit sehe.

Frage:

Sie haben einen großen Würfel, der aus zehn kleineren besteht. Wenn Sie die Oberfläche bemalen wollen, wie viele der kleinen Würfel müssen Sie bemalen?

Antwort:

10^3-8^3

Frage:

Können Sie mir eine Bilanz aufzeichnen?

Antwort:

Dazu müssen Sie die Hauptpositionen einer Bilanz (Aktiva: Anlagevermögen, Umlaufvermögen / Passiva: Eigenkapital, Verbindlichkeiten, Rückstellungen) aufzeichnen. Aber sie wollten es genauer wissen.

Standard Chartered: Einstiegsposition ins Private Banking

Frage:

Können Sie eine geeignete Strategie für einen Kunden vorschlagen, dessen Risikobereitschaft seine Möglichkeit, Risiken einzugehen, übersteigt?

Antwort:

Ich antwortete, dass es sich bei der Risikobereitschaft und der Fähigkeit, Risiken einzugehen, um subjektive Faktoren handle, die auf die Einschätzung des Kunden zu den Charakteristiken eines Wertpapiers zurückgingen. Meiner Meinung nach besteht der angemessene Weg darin, den Kunden zu beraten und dabei seine finanziellen und emotionalen Erwartungen im Blick zu behalten. Als Berater besteht unsere Pflicht nicht darin, die Überzeugungen des Kunden zu verändern, sondern eine vernünftige Anlagestrategie zu entwickeln, die den finanziellen Umständen des Kunden entspricht.

Frage:

Worin bestehen Ihre größten Stärken, wenn es darum geht, dem Kunden bei der Erreichung seiner finanziellen Ziele zu helfen?

Antwort:

Ich sagte, dass meine zwischenmenschlichen, kommunikativen, analytischen und Problemlösungs-Kompetenzen den Kunden definitiv dabei helfen würden, ihre Finanzziele zu erreichen. All dies würde dazu beitragen, eine Reihe von Faktoren zu verstehen wie die Anforderungen des Kunden an Risiko, Erträge, Liquidität, Steueranforderungen und besondere Umstände. Auf dieser Basis könnte ich den Kunden mit Optionen beraten, die seinen Anforderungen entsprechen.

Frage:

Welches sind die bedeutendsten Ereignisse, die die Wealth Management-Branche in jüngster Zeit betroffen haben?

Antwort:

Ich antwortete, dass es sich dabei um die Finanzkrise handelt. Auf lange Sicht würde sie die Wealth Management-Branche positiv beeinflussen, da der „World Wealth Report“ von Merrill Lynch damit rechnet, dass High-worth-individuals bis 2013 48,5 Billionen Dollar besitzen werden.

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