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Berenberg zeigt die Zähne: Hamburger Privatbank will 150 Stellen in Frankfurt und 30 in London schaffen

Berenberg in Hamburg

Berenberg in Hamburg

Momentan herrscht im Investmentbanking der Kahlschlag. Vor allem in London müssen reihenweise Banker ihren Schreibtisch räumen. Entgegen dem Trend zeigen die Zeichen bei Berenberg auf Wachstum. So hat die Hamburger Privatbank nach eigenen Angaben im abgelaufenen Geschäftsjahr die Mitarbeiterzahl um 14 Prozent oder 155 Stellen auf 1110 Beschäftigte aufgestockt.

Besonders rasant wuchs der Standort London, wo die Mitarbeiterzahl um 43 auf 143 Beschäftige zulegte, in Frankfurt wurden 12 neue Stellen geschaffen, womit Berenberg dort mittlerweile 52 Mitarbeiter beschäftigt, und in Hamburg legte die Beschäftigtenzahl um 43 auf 726 zu.

30 neue Stellen für London…

Darüber hinaus gründete Berenberg in Boston eine Niederlassung, die vor allem der Vermarktung der Aktienanalysen an US-Kunden dienen soll. In Genf eröffnete Berenberg einen weiteren Private Banking-Standort. In den vergangenen sechs Jahren konnte das Hamburger Traditionshaus die Zahl seiner Mitarbeiter sogar verdoppeln.

„Wir haben unsere Research-Aktivitäten 2011 weiter ausgebaut, die Anzahl der analysierten Unternehmen wurde von 190 auf 400 erhöht“, sagte der persönlich haftende Gesellschafter Hendrik Riehmer. Die Analyse wurde von europäischen Midcaps auf Blueships ausgeweitet und der Wachstumskurs soll weitergehen. In den kommenden zwei Jahren will Berenberg in London sein Analysten-Team um 30 auf 100 Stellen ausbauen.

… und 150 neue Stellen für Frankfurt

Noch größere Pläne hegt Berenberg für den Standort Frankfurt. Dort wollen die Hamburger ihr Investmentbanking innerhalb von drei bis fünf Jahren von rund 50 auf 200 Mitarbeiter vervierfachen. In der Mainmetropole sollen Strategic Advisory, Equity Capital Markets und Equity Sales personell verstärkt werden. Darüber hinaus möchte Berenberg in Frankfurt einen Fixed Income-Desk eröffnen.

Aufgrund des branchenweiten Stellenabbaus im Investmentbanking scheint sich Berenberg die Mitarbeiter aussuchen zu können. „Ich solchen Phasen können wir sehr gut Mitarbeiter gewinnen“, sagte ein Unternehmens-Sprecher. „Die Mitarbeiter wollen zu einer Bank mit einem guten Geschäftsmodell. Das ist noch wichtiger als der monetäre Aspekt“, ergänzte der Sprecher.

Das Wachstum sei mit Geschäft unterlegt. So haben die Bruttoerträge in 2011 um 11,2 Prozent auf 263,8 Mio. Euro zugenommen. Besonders rasant stiegen die Erträge im Investmentbanking mit einem Plus von 34 Prozent auf 138,7 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss blieb mit 56,1 Mio. Euro indes um 8,9 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Trotz des Personalaufbaus verschlechterte sich die Kostenertragsquote lediglich von 74 auf 76 Prozent. Bei der Eigenkapitalrendite konnte Berenberg mit 40,1 Prozent glänzen.

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