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GASTKOMMENTAR: Wieso Sie überlegen sollten, für ein Family Office zu arbeiten

Anicet Tanghe

Wollen Sie der Schinderei in einer Bank entkommen und in der Nische eines Family Offices arbeiten? Dabei sollten Sie sich bewusst sein, dass hier ein harter Wettbewerb herrscht.

Denn bei Family Offices handelt es sich üblicherweise um kleine Einheiten, die von Unternehmern gegründet und fortentwickelt werden, die sich nach Schlüsselpersönlichkeiten umschauen, die ein breites Wissen und viel Erfahrung mitbringen. Für die Gruppe der „Ultra high net worth individuals“ (UHNWI) besteht ein Hauptproblem bei der Personalsuche darin, jemanden zu finden, der eine Balance zwischen einem vertrauenswürdigen Berater und einem qualifizierten Professional darstellt. Wenn ein solcher Superreicher sich zu der Gründung eines Family Offices entschließt, dann schaut er sich üblicherweise zunächst sein privates Netzwerk an vertrauenswürdigen Geschäftskontakten an. Doch dies kann dazu führen, dass ein professionelles Talent recht rasch übersehen wird.

Family Office-Mitarbeiter müssen vielseitige und diplomatische Persönlichkeiten sein – mit Kenntnissen von Treudhandgesellschaften, Investmentklassen, grenzüberschreitender Besteuerung und grenzüberschreitenden Rechtsfragen. Die Persönlichkeit und die Chemie müssen ebenso stimmen wie Diskretion und Loyalität. Rechtsanwälte, Fondsmanager und Private Banker waren schon immer als Kandidaten für ein Family Office beliebt. Da sich die Family Offices zunehmend auf die internationalen Immobilienmärkte konzentrieren, sehen wir auch eine wachsende Nachfrage nach Real Estate-Experten. Größere und institutionellere Family Offices bevorzugen üblicherweise Persönlichkeiten mit außerordentlicher Herkunft.

Die Arbeit in einem Family Office bietet die Vorteile eines kapitalkräftigen Umfelds mit direkten Verantwortlichkeiten und flachen Entscheidungswegen. Dort gibt es zumeist keine langen bürokratischen Prozeduren. Auf der anderen Seite bedeutet dies einen engen Kontakt mit erfolgreichen Unternehmern und Erben großer Vermögen. Die persönliche Beziehung tritt anstelle der Sachlichkeit einer Unternehmensstruktur.

Kommentare (1)

Comments
  1. Guten Tag Herr Tanghe

    Ein wirklich interessanter Bericht – ich würde mich gerne mit Ihnen über dieses Thema unterhalten.

    Mit besten Grüssen

    D. Ballmer

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