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GASTKOMMENTAR: Hallo Chef – fünf Gründe, wieso die Generation Y Sie hasst

Angry business lady

Kürzlich habe ich einige meiner Ex-Kollegen bei einem Abendessen getroffen und ich musste feststellen, dass dort mehr Ehemalige anwesend waren als Leute, die noch immer bei dem Unternehmen arbeiten. Sie können sich vorstellen, worum sich die Unterhaltung drehte: Wir begannen, in Erinnerungen über die lustigen und schönen Momente zu schwelgen. Doch allmählich verwandelte sich das Gespräch in Klagen und Bitternis über die verpassten Gelegenheiten und all die schlechten Leute, die einfach keine Beförderung verdienen. Nach derartigen Gesprächen würde ich gern die HR-Chefs und Manager mit den Vorwürfen konfrontieren und ihnen sagen, dass sie endlich aufwachen und darüber nachdenken müssen, wie sie mit den Mitarbeitern der Generation Y unter ihren Fittichen umgehen müssen.

Daher habe ich hier fünf Punkte zusammengestellt, die mein Vorgesetzter wissen sollte:

1. Wir sind intelligent und gehen absolut in unseren Jobs auf, wenn wir denn einen guten Vorgesetzten und ein Vorbild hätten, das uns anleitet. Hören Sie endlich damit auf, uns zu unterschätzen, oder auf Nummer sicher zu gehen, indem Sie an Stelleninhabern festhalten, die nicht so gut wie wir sind. Manchmal mögen wir etwas vermasseln, doch Sie haben uns noch nicht einmal eine Chance gegeben, um zu beweisen, ob Sie richtig oder falsch liegen.

2. Hören Sie damit auf, uns auf die nächste Beförderungsrunde zu vertrösten. Zeigen Sie uns in Schwarz auf Weiß, wie unsere Zukunftsaussichten ausschauen. Falls Sie uns sagen, wie hoch wir hinaus können, dann werden wir uns strecken. Wir stören uns nicht an harter Arbeit und langen Arbeitszeiten, aber dies ist sinnlos, wenn es nur immer die gleichen Stiefellecker sind, die ihren Weg machen. Bitte kommen Sie uns ein wenig entgegen.

3. Hören Sie damit auf, Leute von außen anzuheuern. Falls es eine interne Chance auf eine bessere Stelle gibt, dann ziehen Sie zunächst uns in Erwägung. Haben Sie keine Angst, schlecht dazustehen. Sie können uns auch ziehen lassen, wenn wir die Sache vermasseln – doch lassen Sie es uns versuchen.

4. Gehen Sie nicht davon aus, dass wir immer bleiben werden. Wir schauen uns ständig um und sprechen mit unseren Freunden, die anderswo arbeiten. Wir wissen genau, dass auf dem Markt viel mehr gezahlt wird, als HR suggeriert. Denn Geld ist das einzige, wonach wir streben können, wenn Sie uns keine Aufgabe überlassen, für die es sich zu kämpfen lohnt.

5. Hören Sie auch zu, wenn Sie uns nach unserer Meinung fragen. Falls Sie sich fragen, wieso Meetings so ruhig ablaufen, dann liegt das oftmals daran, dass niemand uns ernst nimmt. Scheuen Sie sich nicht, uns ausreden zu lassen. Es stimmt schon, dass wir nicht so viel Berufserfahrung mitbringen wie andere Manager, doch wir können die Sache auch aus einem neuen Blickwinkel angehen. Ich möchte nicht unverschämt sein, doch ich denke, dass Manager eher Coaches als Politiker sein sollten. Wir alle wollen Teil eines Gewinnerteams sein. Wir sind absolut loyal, wenn Sie uns fördern. Gehen Sie das Risiko ein und lassen Sie uns unseren Wert beweisen. Vielleicht werden Sie positiv überrascht sein.

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