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Krise treibt Finanzprofis in die Fortbildung: Nur 38 Prozent der Teilnehmer bestehen CFA Level 1

Für 62 Prozent der Teilnehmer an den Prüfungen zum Level 1 aus dem Dezember 2011 hat das CFA Institute jetzt eine enttäuschende Nachricht parat. Denn eben diese Kandidaten sind durchgefallen. Damit bewegt sich die Erfolgsquote jedoch im langjährigen Mittel. Zwischen 2002 und 2011 oszillierte die sogenannte Passrate zwischen 44 und 34 Prozent.

Im Mittel der zurückliegenden zehn Jahre schnitten 39 Prozent der Kandidaten die Prüfung zu Level 1 erfolgreich ab. Seit der Gründung des CFA in den 60er Jahren ist die Erfolgsquote beständig gesunken. So lag die Passrate in den 60er Jahren noch ausnahmslos über 70 Prozent. Und auch in den 90er Jahren gab es lediglich einen Prüfungsdurchgang für Level 1, in dem weniger als die Hälfte der Teilnehmer die Prüfung bestanden.

Die Erfolgsquoten bei den Prüfungen zu Level 2 und 3, die nur im Juni abgenommen werden, liegen indes erfreulich höher. Im zurückliegenden Juni haben immerhin 43 Prozent die Level 2-Prüfung und 51 Prozent die Level 3-Prüfung bestanden.

Leider veröffentlicht die CFA-Association traditionell keine Erfolgsquoten zu einzelnen Ländern. Allerdings soll die Passrate in Deutschland laut der Frankfurter CFA-Geschäftsführerin Susan Spinner spürbar über den internationalen Werten liegen.

Darüber hinaus scheint die Rückkehr der Finanzkrise und die schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt für Finanzprofis den Erfolg des CFA-Programms weiter zu bestärken. So nahmen weltweit 49.380 Kandidaten an den Dezember-Prüfungen teil. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies ein Wachstum von 6 Prozent dar.

Den Höhepunkt der Teilnehmerzahl zu den Dezemberprüfungen wurde indes im Krisenjahr 2008 erreicht, als 49.797 Kandidaten sich den Prüfungen stellten. Gegenüber 2003, als erstmals im Dezember Prüfungen abgenommen wurden, wuchs die Teilnehmerzahl um stolze 140 Prozent.

Allerdings erfreut sich der CFA in den USA und im asiatisch-Pazifischen Raum immer noch größerer Beliebtheit als in Europa. „Im Fiskaljahr 2011 kamen mehr als 40 Prozent der Einschreibungen aus der asiatisch-pazifischen Region, mehr als 20 Prozent stammten aus Europa, dem Mittleren Osten und Afrika und der Rest kam aus Amerika, was die wahrlich globale Natur unserer Kandidatenbasis bezeugt“, betont CFA-Präsident John Rogers.

In einem Interview mit eFinancialCareers erklärt der Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management Peter König, wieso die zusätzlichen Fortbildungen in der Vergangenheit so an Bedeutung gewonnen haben und wichtig für eine Karriere in der Branche sind.

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