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Besser als Asterix: Die bizarrsten Fragen aus französischen Vorstellungsgesprächen

“Ils sont fous ces gaulois” (Die Gallier sind verrückt), derartige Zitate kennen wir bestens aus der eingehenden Asterix-Lektüre. Doch die französischen Einsendungen zu dem eFC-Wettbewerb zu den “schlimmsten Killerfragen aus echten Vorstellungsgesprächen” belegen, dass derartige Aussagen womöglich wohlbegründet sein könnten.

Falls Sie also demnächst im Bankenzentrum La Défense nahe der französischen Hauptstadt ein Vorstellungsgespräch haben sollten, dann sind die folgenden Fragen eine Pflichtlektüre und eine kleine Landeskunde unseres westlichen Nachbarn. Allerdings kann eFinancialCareers keine Gewähr dafür übernehmen, dass derartige Bizarrerien tatsächlich stattgefunden haben.

Das verrückte SocGen-Vorstellungsgespräch

“Ich befand mich in einem Vorstellungsgespräch für eine Stelle als Fundamentalanalyst für Aktien im Handelssaal der Société Générale in Paris.

Der Gesprächspartner, ein Trader, sagte mir: Wir spielen ein Spiel. Falls Sie mich schlagen, dann bekommen Sie den Job. Falls Sie verlieren, dann nicht.’

Daraufhin hat er einige Striche – ähnlich einem Strichcode – auf ein Blatt Papier gezeichnet. Abwechselnd sollten er und ich ein, zwei oder drei Striche ankreuzen. Die Person, die den letzten Strich anzukreuzen hätte, werde verlieren.

Ich analysierte die Möglichkeiten, indem ich die Striche betrachtete. Ich brauchte einige Minuten, um zu erkennen, dass ich das Spiel gar nicht gewinnen konnte. Darauf habe ich hingewiesen und das Spiel abgelehnt.

Zunächst hat er nicht geantwortet. Letztlich hat er zugegeben, dass ich nur verlieren könne, wonach das Gespräch sofort zu Ende war.

Daraus kann ich nur schließen, dass er mir den Job gar nicht geben wollte. Daher hat er sich dieses kleine Spiel ausgedacht, um mich absichtlich verlieren zu lassen.”

Das verrückte HSBC-Vorstellungsgespräch

“Während meines Vorstellungsgesprächs bei der HSBC hat mir mein Gesprächspartner eine Reihe von Fragen zum GARCH-Prozess gestellt. Anschließend bat er mich, einen Witz über GARCH zu erzählen. Ich sagte, dass ich das nicht verstünde, doch er bestand darauf. GARCH toi bien’ (Gare toi bien – Gebe auf Dich acht), habe ich geantwortet. Und er ergänzte: “GARCH la gonesse” (Garges-lès-Gonesse ist ein windiger Vorort von Paris.)

Anschließend hat er sich die Nase abgewischt und sein Taschentuch direkt vor mir auf den Tisch gelegt – jämmerlich.”

Das verrückte Asset Manager-Vorstellungsgespräch

“Während eines Vorstellungsgespräches bei einem Asset Manager hat mein Gesprächspartner festgestellt, dass sich seit vielen Jahren Fußball spiele und ich präzisierte, dass ich ein guter Fußballspieler sei. Daraufhin rief er seine Kollegen und bat mich, einen Antistress-Ball auf meinen Fuß zu balancieren. Das war recht surreal.”

Das verrückte Filialchef-Vorstellungsgespräch

“Ich befand mich in der zweiten oder dritten Runde für eine Stelle als Filialchef. Nachdem ich eine Stunde warten musste, haben sie mich in einen Raum mit Glaswänden und heruntergelassenen Jalousien gebeten. In dem Büro befanden sich lediglich zwei Stühle sowie ein Telefon. Nach ein paar Minuten klingelte das Telefon ein, zwei oder drei Mal. Und zum gleichen Zeitpunkt entdeckte ich, dass man mich hinter den Jalousien beobachtete.

Nachdem dieses Spielchen 20 Minuten andauerte, betrat eine Person den Raum und bedankte sich für meinen Besuch!”

Das verrückte Credit Controller-Vorstellungsgespräch

“Mich hat ein Recruiter gefragt, ob ich schon einmal mit jemanden geschlafen habe, um eine Beförderung zu erhalten. Ich antwortete: Nein, nur mit meinen Mitarbeiterinnen, die um eine Gehaltserhöhung gebeten haben. Meine Antwort kam so schnell, dass der Recruiter nicht wusste, ob es sich um einen Witz handelte oder nicht. Und ich habe nicht dementiert.

Und am Gesprächsende fragte er mich andeutungsweise und verlegen, ob es sich um einen Witz handelte: “Sie schlafen doch nicht mit Ihren Mitarbeitern?” Und um der Geschichte noch das Sahnehäubchen aufzusetzen fragte ich: “Wieso, Sie nicht?”

Wir haben es schließlich bei diesem Rätsel belassen und anschließend hatte ich dort noch zwei weitere Vorstellungsgespräche.”

Das verrückte Quant-Vorstellungsgespräch

“Guten Tag. Vielleicht sollte ich damit beginnen, Ihnen etwas über meine Ausbildung und meine jüngsten Berufserfahrungen zu erzählen? … Also ich habe ein Studium der Mathematik und der Statistik hinter mir und ich habe im Handelssaal gearbeitet usf. Darauf fragte er mich: Was denken Sie vom Tod?’

Ich erinnere mich nicht mehr genau an das Folgende. Doch an diesem Punkt war mir alles egal und ich ließ die Sache laufen. Anscheinend war es das, was er erwartet hatte, denn nach einem weiteren, eher klassischem Vorstellungsgespräch wurde mir die Stelle angeboten. Allerdings habe ich den Job letztlich nicht angenommen. Damals haben sich die Recruiter um mich geschlagen – das war offensichtlich vor der Krise.”

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