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Fluch und Segen einer Karriere bei der Deutschen Bank

Im Handelssaal der Deutschen Bank.

Im Handelssaal der Deutschen Bank.

Während Credit Suisse und UBS in der Schweiz darum konkurrieren, wer der Platzhirsch am Paradeplatz ist, sind die Rollen hierzulande klar verteilt: Die Deutsche Bank dominiert in ihrem Heimatmarkt nahezu jedes Geschäftsfeld. Damit offeriert der deutsche Branchenprimus erstklassige Karrierechancen.

„Leute von der Deutschen Bank können sogar bei Goldman Sachs unterkommen. Die werden immer gerne genommen. Denn die Deutsche Bank genießt innerhalb der Branche großes Ansehen“, sagt ein deutscher Headhunter, der namentlich nicht genannt werden möchte.

Der hohe Anteil guter und erfahrener Mitarbeiter erschwert den Aufstieg

Doch das Karrieresprungbrett Deutsche Bank ist auch für so manchen Bauchplatscher gut. Denn nach einem gelungen Einstieg und ersten Jahren im Beruf treffen ambitionierte Mitarbeiter auf eine Karrieremauer. „Die Deutsche Bank hat eine breite Schicht von erfahrenen Mitarbeitern. Das macht es für junge Leute schwieriger aufzusteigen“, beobachtet der Headhunter.

So ist in der Branche gelegentlich auch von der „Vice President-Falle“ die Rede. Denn nach einem Traineeprogramm, und einigen Jahren als Associate avancieren die Banker zu Vice Presidents (oder auch nicht) – und dann ist vorerst Schluss. Doch um ganz nach oben zu gelangen, müssen Highpotentials erst einmal zum Managing Director befördert werden, was sich für viele als unüberwindliche Hürde erweist – zumindest innerhalb der Deutschen Bank. Die Ankündigung der Deutschen Bank, 500 Stellen in ihrem Investmentbanking zu streichen, macht die Sache nicht einfacher.

Kundenkontakt steigert den Marktwert von Bankern ungemein

Generell stellt es für aufstrebende Banker einen entscheidenden Karriereschritt dar, an die Kunden heranzukommen. „Der Kundenkontakt ist wichtig für den Marktwert von Bankern“, betont der Experte. Doch gerade beim deutschen Branchenprimus verteidigt eine altgediente Garde erfahrener Banker ihre wertvollen Kontakte. „Dann ist es für ehrgeizige Banker die logische Konsequenz, sich anderswo umzuschauen“, resümiert der Headhunter.

Denn da die Deutsche Bank-Mitarbeiter bei anderen Häusern heiß begehrt sind, winken dort auch attraktive Chancen. Allerdings gibt es zumindest innerhalb Deutschlands – abgesehen vom US-Weltmarkführer Goldman Sachs – keine Bank, die über eine vergleichbare Reputation verfügt.

Attraktive Chancen bei anderen Häusern

Wen das nicht stört, der kann indes bei Häusern aus der zweiten Reihe die Karriereleiter zum Managing Director hinaufspringen oder zumindest einen satten Gehaltsaufschlag für sich herausschlagen.

Gerade die schwierige Situation bei den Banken stellt für Häuser aus der zweiten und dritten Reihe eine willkommene Chance dar, sich „opportunistisch“ bei erstklassigen Instituten wie der Deutschen Bank zu bedienen. Gut ausgebildete Mitarbeiter der Deutschen Bank mit einigen Jahren Berufserfahrung kommen da gerade richtig. „Das ist für uns eine Idealsuche“, ergänzt der Experte.

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