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GASTKOMMENTAR: Die Lektionen, die ich aus misslungenen Telefoninterviews gelernt habe

Ein Telefoninternview ist eine höhere Hürde, als sich viele vorstellen, wobei ich Videointerviews ausdrücklich einschließe. Sie können aus einer Vielzahl (guter) Gründe anberaumt werden, doch es handelt sich grundsätzlich um eine riskante Wahl. Dass Sie die Körpersprache und die Gesichtsausdrücke nicht deuten können, lässt eine Menge Raum für Fehler. Ich hatte schon einige solcher Gespräche und die meisten haben traurigerweise mit Tränen geendet (oder mit gutgemeinten Emails von Headhuntern wie “Lassen Sie sich nicht unterkriegen”).

Ort

Stellen Sie sicher, dass der Ort für das Telefoninterview ruhig und abgesondert ist. Ein öffentlicher Ort ist eine ebenso schlechte Idee wie ein “ruhiger Coffeeshop”. Stellen Sie auch sicher, dass Sie nicht unterbrochen werden – besonders nicht von Kollegen, die auf der Suche nach einem Koffeinrausch sind.

Notizen und Vorbereitungen

Nehmen Sie wie üblich Lebenslauf, Notizen etc. mit und nutzen Sie die Gelegenheit, alles, was vor Ihnen liegt, gewissenhaft vorzubereiten. Nehmen Sie auch Unterlagen zur Ihrer bisherigen Arbeit sowie die Ergebnisse von Jahresgesprächen usf. mit. Es gibt keinen Grund, nicht 1A vorbereitet zu sein, denn es handelt sich um eine Art Prüfungssituation. Stellen Sie sicher, dass alles verfügbar und zur Hand ist. Drucken Sie alles aus und vertrauen Sie nicht auf Ihren Computer, der vielleicht ausgerechnet im entscheidenden Augenblick abstürzt.

Aussehen und generelles Auftreten

Obgleich Sie nur am Telefon sprechen, tun Sie sich keinen Gefallen, wenn Sie einen Bademantel tragen und selbstgedrehte Zigaretten rauchen. Sie müssen keinen Anzug tragen, dennoch sollten Sie sich professionell fühlen. Kleiden Sie sich bequem, aber elegant und lächeln Sie, wenn Sie sprechen. Besonders das letztere ist wichtig, denn es macht wirklich einen Unterschied.

Behalten Sie die Kontrolle über das Gespräch

Drosseln Sie das Tempo bis zu dem Punkt, der Ihnen passt. Nehmen Sie das Gespräch mit einem Headset entgegen und nicht mit einer Freisprechanlage. Überdies sollten Sie das Gespräch aufzeichnen – soweit das möglich ist, damit Sie eine anschließende Analyse anstellen können und in einer gezielten Email, diejenigen Punkte ansprechen können, die nach Ihrem Eindruck nicht gebührend angesprochen wurden.

Viel Glück! Denn wenn sie Sie tatsächlich für Wert befunden hätten, Sie zu treffen, dann hätten sie sich von vornherein, die Zeit dafür genommen.

Der Autor ist eine ehemaliger Investmentbanker, der für eine Fondsgesellschaft in Westlondon arbeitet.

Kommentare (1)

Comments
  1. BDI-Präsident Keitel “Sanierung der Staatsfinanzen auch Renter”

    Eine Unverschämtheit diese Aussage von H. Keitel. Solidarisch ??? !!! Nach mehr als 45 Arbeitsjahren, bekommt man sowieso schon ein Minimum an Rente – dann noch die Staatsfinanzen solidarisch ! mitsanieren !

    Wo bleiben die Pensionäre mit ihren dicken Pension?

    Was Merkel u. Co uns eingebrockt hat – ist eine Schweinerei !

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