☰ Menu eFinancialCareers

GASTKOMMENTAR: Wenn Sie Ihren Job verlieren, dann ist das oft Ihre eigene Schuld

Robert Moxon

Robert Moxon

Bei dem Verlust Ihres Jobs handelt es sich um eine der traumatischsten Erfahrungen, über die Menschen hinwegkommen müssen. Doch wenn Ihnen gekündigt wird, dann ist dies oft Ihre eigene Schuld.

Viele Leute sind schockiert und verzweifelt. Doch wenn Sie vernünftig darüber nachdenken, wieso dies geschehen konnte, dann mag Ihnen das helfen, zurück in den Arbeitsmarkt zu gelangen und – noch wichtiger – wieder einen Arbeitsplatz zu finden.

Selbst Verantwortung zu übernehmen und nicht die Schuld anderen in die Schuhe zu schieben, ist entscheidend dafür, die Gründe ausfindig zu machen, und sich auf die künftigen Kämpfe einzustellen.

Nachdem ich nahezu 30 Jahre im Banking arbeite, wovon ich fast zehn Jahre im Mittleren Osten zugebracht habe, kann ich Ihnen sagen, dass es fünf Hauptgründe gibt, wieso jemand seinen Job verliert:

1. Das Unternehmen hat sich weiterentwickelt

Diejenigen Unternehmen, die im Wettbewerb bestehen, entwickeln sich ständig weiter und passen sich an die Marktbedingungen an. Jene Kompetenzen, die Sie mitbringen und ursprünglich einbringen konnten, sind möglicherweise nicht mehr gefragt. Wenn dies der Fall sein sollte, dann müssen Sie sich entweder fortbilden oder ein Unternehmen suchen, in für das Ihre Kompetenzen weiterhin relevant sind.

Denn eine Berufserfahrung allein qualifiziert Sie nicht für eine Stelle, um sich die Branche verändert hat. Stellen Sie sicher, dass Sie auf der Höhe der Entwicklung sind und fürchten Sie sich nicht vor Veränderungen. Jeder Wandel führt zum Besseren, ansonsten würde er nicht stattfinden.

Falls Sie sich nicht verändern und zurückbleiben, dann handelt es sich um Ihre eigene Schuld, wenn Sie Ihren Job verlieren.

2. Ihr Arbeitgeber kann Sie nicht leiden

Beim Arbeiten geht es nicht darum, Freunde zu gewinnen. Dennoch dreht sich im Banking alles um Menschen und daher sollten Sie nicht unterschätzen, wie wichtig es ist, über die richtige Einstellung gegenüber Ihren Kollegen zu verfügen. Der Freund von jemanden zu sein, ist eine Sache und der Anlass für Ärger zu sein, eine andere.

Falls Sie den größten Teil von zwölf Stunden täglich mit Menschen zusammenarbeiten (besonders wenn Sie Ihnen berichten müssen) dann sollten Sie sich um ein freundschaftliches Verhältnis zu bemühen. Ein hoher Grad an Toleranz und Akzeptanz für Menschen ist erforderlich. Falls Sie Ihren Job verloren haben, ohne das soeben Genannte gezeigt zu haben, dann handelt es sich womöglich um den Grund Ihres Jobverlustes.

3. Sie waren ständig ein Unruhestifter

Wenn Sie unglücklich mit Ihrem Job sind, dann fühlen Sie sich sicherlich nicht wohl und dies führt oftmals zu widerspenstigem Verhalten. Diese Verhaltensweise kann sich als recht destruktiv und unversöhnlich erweisen, wenn sie am Arbeitsplatz auftritt. Es zeugt davon, dass Sie reichlich unzufrieden mit Ihrer Arbeit und mit den Leuten dort sind. Seien Sie ehrlich zu sich selbst: Waren Sie übermäßig negativ eingestellt und ständig destruktiv?

Eines der schlimmsten Dinge für einen Arbeitgeber ist, wenn sich Mitarbeiter nicht in seine Anforderungen und Denkweise einfinden können. Denn hierbei handelt es sich um die beste Form, wie sich ein Mitarbeiter an das Unternehmen bindet. Damit zeigen Sie auch einem Arbeitgeber, wie nützlich Sie sind und stellen sicher, nicht auf die Liste mit den Kündigungen zu geraten.

4. Der Beruf ist nichts für Sie

Oft gelangen die Leute aus den falschen Gründen ins Banking – wie z.B. wegen der Bezahlung – und finden dann einige Jahre später heraus, dass Sie nicht wirklich mit der Branche oder dem Unternehmen einverstanden sind. Dabei handelt es sich um das sicherste Zeichen, dass Sie nicht zu dem Unternehmen passen und daher sollte eine Kündigung keine Überraschung darstellen.

5. Sie Sind zu alt

Das Alter sollte nicht überbewertet werden, falls Sie in der Lage sind, die vier genannten Fallstricke zu vermeiden, doch falls Sie in Ihrer Branche nur durchschnittlich und obendrein alt sind, dann besteht die Gefahr, dass Sie Ihren Job verlieren. Und in Arbeit zurückzufinden, kann sich als noch schwieriger erweisen.

Dabei mag es sich um einen harten Standpunkt handeln. Doch mir geht es darum, dass ich Sie in eine bessere Position auf dem Arbeitsmarkt bringe, indem ich dies offen anspreche. Verbittert und verärgert zu sein, stellt nicht die richtige Einstellung für eine Jobsuche dar und je länger Sie arbeitslos sind, umso schlimmer werden diese Empfindungen.

Jetzt sollten Sie in einer besseren Position sein, um einen neuen Job zu finden und in einem weiteren Artikel werde ich darstellen, wie Sie dies anstellen.

Robert Moxon ist seit 2009 CEO von Nonoo Exchange Company in Bahrain. Vorher hat Moxon  30 Jahre im Währungshandel bei Citibank, Midland Montague Treasury und British Petroleum verbracht.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier