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Das große Zittern vor den Quartalszahlen: Credit Suisse will 1000 Stellen streichen

Die Mitarbeiter der Credit Suisse haben allen Grund, sich vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen am morgigen Dienstag (1. November) zu fürchten. Denn laut dem Tagesanzeiger will das Institut einen weiteren Abbau von 1000 Stellen verkünden.

Betroffen von dem Kahlschlag dürften vor allem die Investmentbanker aus dem Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC) sein. Hintergrund sind die künftig schärferen Eigenkapitalanforderungen für diese Sparte, womit das Geschäft weniger lukrativ auszufallen droht.

So müssen die Schweizer Großbanken ihr Kernkapital (Tier 1) auf 19 Prozent aufstocken. Überdies dürfte das Geschäft gerade auch mit Staatsanleihen durch die jüngste Krisenentwicklung in der Eurozone nicht mehr als risikoarm gelten, weshalb die Kapitalanforderungen auch hier verschärft werden müssten. Konkret will die Credit Suisse ihr Geschäft mit festverzinslichen Anleihen um 100 Mrd. Franken abbauen, was einer Halbierung gleichkommt.

Doch auch die Vermögensverwaltung wird bei der Neuausrichtung der Credit Suisse nicht ungeschoren davonkommen. Zwar will die Bank ihr Wealth Management in den boomenden Märkten in Asien und Lateinamerika ausbauen, aber in Europa dürften Stellen wegfallen.

Branchenexperten rechnen damit, dass durch die neuen Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland und Großbritannien der Mittelabfluss in diese beiden Länder wachsen wird. Denn das Schwarzgeld war in der Vergangenheit kaum aus der Schweiz abzuziehen, ohne dass die heimischen Steuerbehörden hiervon Wind bekommen hätten. Dagegen lässt sich das nachversteuerte “weiße” Geld problemlos andernorts investieren.

Laut dem Tagesanzeiger sinke somit der Bedarf an Vermögensverwaltern in der Schweiz. Auch in Deutschland sei davon auszugehen, dass nicht alle zwölf Standorte in der bisherigen Größe erhalten bleiben werden.

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