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BNP Paribas plant Personalabbau: Luxemburg dürfte verschont bleiben

Bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal hat BNP Paribas-Chef Baudouin Prot einen Personalabbau angekündigt. Die konkreten Pläne sollen Mitte November vorgestellt werden. Von der Maßnahme dürften mehrere Hundert Mitarbeiter rund um den Globus betroffen sein, wovon die Mehrheit jedoch auf die Investmentbank entfallen dürfte.

Angesichts des miserablen Ergebnisses des Corporate and Investment Bankings (CIB) stellt dies keine Überraschung dar. Dort sind die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 39,8 Prozent eingebrochen, wovon keine Sparte verschont blieb – vom Aktien und Advisory Geschäft (-44 Prozent), über Fixed Income (-33,4 Prozent) bis hin zum Corporate Banking (-13,6 Prozent). Dagegen fielen die Erträge im Asset Management lediglich um 10,8 Prozent oder stiegen sogar im Wertpapier- (+12,4 Prozent) und im Versicherungsgeschäft (+5,8 Prozent).

Doch wie stark sind die 4100 Mitarbeiter von BGL BNP Paribas in Luxemburg von dem Einschnitt auf Gruppenebene betroffen? Vor der Veröffentlichung der konkreten Pläne in anderthalb Wochen ist hierzu kein Kommentar von der Bank erhältlich. Allerdings wird von dem Sparprogramm vor allem die Investmentbank betroffen sein, während die BGL BNP Paribas im Großherzogtum vor allem im Privat- und Firmenkundengeschäft, im Private Banking, im Asset Management und im Versicherungsgeschäft tätig ist.

Die Integration von BGL BNP Paribas wird fortgesetzt

Die Integration von BNP Paribas Fortis und BGL BNP Paribas wird laut Unternehmensinformationen fortgesetzt. Bereits in den ersten neun Monaten konnten Synergieeffekte von 414 Mio. Euro umgesetzt werden, womit sich die Synergien seit 2009 auf über 1 Milliarde Euro summieren und damit über dem Plan liegen.

Darüber hinaus will BGL BNP Paribas sechs weitere Private Banking-Filialen in Wiltz, Ettelbrück, Esch-sur-Alzette, Strassen, Luxemburg (Bahnhof) und Luxemburg (Stadt) eröffnen, in denen zunächst 45 Mitarbeiter beschäftigt werden. Bis Ende 2014 soll die Mitarbeiterzahl auf dann 75 steigen. Damit möchte die Bank die Zahl der einheimischen Kunden im Private Banking laut Paperjam von 4000 auf 8000 verdoppeln.

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