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FRED BAYR: Die vier Typen von internen Recruitern

Als Vermittler fühlen wir Recruiter uns manchmal wie Ping Pong-Bälle: Wir springen auf dem Finanzplatz zwischen arroganten Kaffee schlürfenden Kandidaten und eher oberflächlichen internen Recruitern oder “Hiring Managern”, die niemals von ihren Blackberries aufschauen, hin und her. Schon Freddie Mercury sang einst ganz richtig: “It’s a hard life.”

Kandidaten beklagen sich über die armselige Qualität der Dienstleistungen, die wir beispielsweise beim Feedback zu Vorstellungsgesprächen bieten. Doch die Wahrheit ist, dass vieles davon schlicht auf Fehler der Hiring Manager zurückgeht. Damit Bewerber verstehen, woran Recruiter verzweifeln, habe ich eine Liste der vier vorherrschenden Arten von Hiring Managern zusammengestellt:

1. Die Prozess-Begleiter

Diese risikoaversen Dummköpfe waren in ihrem Leben sicher schon einmal Buchhalter. Denn ihnen ist der Prozessablauf in ihren nicht sonderlich einfallsreichen Kopf eingestanzt. Dies bedeutet, dass sie nichts ohne die Erlaubnis übergewichtiger Personalsachbearbeiterinnen mittleren Alters entscheiden, die zu viel Süßigkeiten in sich hineinstopfen und als HR-Personal bekannt sind. Dabei handelt es sich um bessere Sekretärinnen, die sonderbarerweise über mehr Autorität als Hiring Manager verfügen. Dieser unsinnige Gehorsam gegenüber Human Resources verzögert die Angelegenheit und führt dazu, dass außerordentliche Kandidaten anderswo Gebote annehmen und damit viele von uns Recruitern schlecht aussehen lassen.

2. Die Gelangweilten

Das Banking wird immer unaufregender. Als Folge davon sind viele Hiring Manager glücklich, während eines Einstellungsstopps auf noch gelangweiltere Recruiter zu treffen, nur um aus dem Büro herauszukommen. Unglücklicherweise reagieren diese Leute nicht mehr auf die Wirkungen eines doppelten Expressos, wenn sie es am meisten bräuchten. Gefangen wie in einem Hamsterrad strahlen sie nur wenig Enthusiasmus aus und zwingen Recruiter dazu, dies auszugleichen. Wem schon einmal ein unkorrekt beschriebener Job angeboten wurde, der weiß jetzt warum.

3. Die Schizophrenen

Nachdem sich ihr Bonus erledigt hat, brauchen diese Leute einen extra Kick von ihrer Arbeit. Den scheinen sie sich zu verschaffen, indem Sie uns eine schwierige Zeit bereiten. Sie rufen uns alle paar Monate just in unserem Urlaub mit “Exklusivmandanten” an und betteln verzweifelt, dass wir ihnen einen Ndebele sprechenden Minenspezialisten besorgen, der eine halbes Jahr nach Simbabwe geht. Sobald wir die Erde umgegraben und tatsächlich einen solchen Spezialisten entdeckt haben, teilen sie uns lapidar mit, dass der Kandidat nicht länger benötigt werde. Auf diese Weise hören auch viele Kandidaten nichts mehr von ihrem Recruiter.

4. Die Anständigen

Die letzte und zahlenmäßig kleinste Gruppe stellen die Anständigen dar. Diese haben zumindest nicht folgende Nachricht auf ihrem Anrufbeantworter: “Falls Sie ein Recruiter sind, dann wenden Sie sich bitte an HR.” Leider handelt es sich dabei um ihre einzige positive Eigenschaft.

Kommentare (1)

Comments
  1. Fred Bayr’s Blabla ist schwer zu ertragen. Das Kernproblem ist doch: HR hat von den eigentlichen Aufgaben der Mitarbeiter keine Ahnung und produziert deshalb nur Unfug. Ich musste sogar schon einmal eine Handschriftenprobe abgeben(!!!) Dümmer gehts nicht.

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