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HVB macht Equity Sell Side und Analyse in München dicht: Mitarbeiter bereits nachhause geschickt

Hypo-Haus in Munich (Bavaria)

Die Zentrale der HVB in München

Nach der Ankündigung der Hypo Vereinsbank (HVB), sich von 1000 Mitarbeitern trennen zu wollen, hat die Tochter des italienischen Finanzkonzerns Unicredit bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Gemäß Informationen von eFinancialCareers schließt die Bank ihre gesamte Equity Sell Side und Analyse in München.

„Man hat diese Woche alle Mitarbeiter zusammengerufen und dann nachhause geschickt“, sagt eine mit den Vorgängen vertraute Person, die namentlich nicht genannt werden möchte. „Alle Mitarbeiter werden entlassen“, hieß es weiter.

Erst am Mittwoch hatte HVB-Chef Theodor Weimer angekündigt, 1000 der noch knapp 20.000 Stellen bei dem Münchner Institut streichen zu wollen, wovon 600 auf zentrale Stabstellen und 370 aufs Investmentbanking entfallen.
Die englische Financial Times hatte bereits berichtet, dass die Bank ihr 150 Mann starkes Equity Sales und Trading-Team für Westeuropa in London dichtmachen wolle. Überdies sollen in Deutschland 220 Stellen im Investmentbanking gestrichen werden.

Das Geschäft mit Equity Capital Markets (ECM) für Westeuropa wird vielmehr an Kepler Capital Markets outgesourct. Fortan ist Kepler für Research und Vertrieb westeuropäischer Aktien zuständig, wie das Unternehmen mitteilte.

Hintergrund für den Personalabbau stellt die Schräglage der italienischen Muttergesellschaft dar. So musste Unicredit-Chef Federico Ghizzoni für das dritte Quartal einen Verlust von über 10,6 Mrd. Euro verkünden. Daher plant die Mailänder Großbank eine Umstrukturierung, der in Westeuropa 7300 Stellen zum Opfer fallen sollen.

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