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Wo die UBS 5000 Stellen streichen muss

Schon seit Tagen geistern Gerüchte durch die Medien, dass die UBS bei der Vorlage ihrer Quartalszahlen am Montag (26. Juli) die Axt bei den Stellen kreisen lässt. Laut Informationen des Zürcher Tagesanzeigers will UBS-Chef Oswald Grübel 1 Mrd. Franken einsparen und 5000 Jobs streichen.

Denn innerhalb von zwei Jahren sind die Personalkosten geradezu raketenartig angestiegen. Vom ersten Quartal 2009 bis zum ersten Quartal 2011 kletterte der Personalaufwand pro Kopf um 30 Prozent auf 67.389 Franken. Als Personalkosten-Treiber erwiesen sich vor allem die Investmentbanker, für die die Bank 54 Prozent mehr oder 107.138 Franken pro Kopf springen liess.

Personalkosten pro Kopf im ersten Quartal 2011 (im Vergleich zu Q1 2009)

Wealth Management und Swiss Bank: 46.656 Franken (+12 Prozent)

Wealth Management USA: 61.907 Franken (+15 Prozent)

Global Asset Management: 68.356 Franken (+14 Prozent)

Investmentbanking: 106.138 Franken (+54 Prozent)

Gesamtbank: 67.389 Franken (+30 Prozent)

Quelle: Geschäftsberichte / Tagesanzeiger

Das Investmentbanking kommt um einen Kahlschlag nicht herum

Der kräftige Anstieg bei den Personalkosten wurde bewusst in Kauf genommen. Es galt das Motto: Wer die besten Köpfe haben will, muss auch entsprechend zahlen. Doch die Erträge stiegen nicht in die erhofften Höhen, was zur Folge hatte, dass der Vorsteuergewinn pro Kopf im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19,4 Prozent auf 27.662 Franken einbrach.

Besonders kläglich fiel der Vorsteuergewinn pro Kopf im Investmentbanking mit 47.367 Franken aus. Dort purzelte der Vorsteuergewinn – trotz der Gehaltssteigerungen – um 34,8 Prozent. Damit generieren die hochbezahlten Investmentbanker pro Kopf gerade einmal gut 9000 Franken an Vorsteuergewinn mehr als die Kollegen aus dem Geschäftsbereich Wealth Management und Swiss Bank, zu dem auch das gesamte Schweizer Retailgeschäft gehört.

Da aufgrund der Staatsschuldenkrise und der flauen Konjunktur in den USA und Teilen Europas kaum mit boomenden Erträgen in dieser Sparte zu rechnen ist, wird die UBS um einen Kahlschlag im Investmentbanking kaum herumkommen.

Dabei ist es nur ein schwacher Trost, dass ein Grossteil der Stellen nicht in der Schweiz, sondern in New York bzw. Stamford und London wegfallen dürften, wo das Gros der Investmentbanker angesiedelt ist.

Bei der Credit Suisse sieht es indes nur wenig besser aus. Laut der Handelszeitung sollen bei dem Rivalen 1000 Stellen wegfallen und 800 Mio. Franken eingespart werden. Auch dort dürften die Investmentbanker nicht mit einem blauen Auge davonkommen.

Vorsteuergewinn pro Kopf im ersten Quartal (im Vergleich zu Q1 2010)

Wealth Management und Swiss Bank: 38.087 Franken (- 9,6 Prozent)

Wealth Management USA: 6838 Franken (+660 Prozent)

Global Asset Management: 32.726 Franken (-15,9 Prozent)

Investmentbank: 47.367 Franken (-34,8 Prozent)

Gesamtbank: 27.662 Franken (-19,4 Prozent)

Quelle: Geschäftsberichte

Kommentare (1)

Comments
  1. Sie wollen so das ist klar. So verdienen mehr Geld.
    Die Aktionäre warten die Dividenten Hr. Grubel….

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