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Qualifizierte Private Banker sind begehrt

Mit dem Private Banking machen die Banken gute Geschäfte. Da die Kundenansprüche an die Beratung steigen, wird qualifiziertes Personal zunehmend wichtiger.

Das Geschäft mit der Beratung vermögender Kunden wächst derzeit mehr als doppelt so stark wie das Mengengeschäft der Banken mit einfachen Sparern. Dies ist eines der Ergebnisse der aktuellen McKinsey-Studie “European Private Banking Survey”. Dafür befragte McKinsey 68 europäische Banken.

Ein Ende dieses stürmischen Wachstums ist nicht in Sicht: “Das Marktpotenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft”, bestätigt McKinsey-Directorin Clara Streit, Bankenexpertin und Mitherausgeberin der Studie. “Private Banking bleibt auf absehbare Zeit ein lukratives Geschäft.”

Erst der Mangel an geeignetem Personal zeigt der Studie zufolge dem Private Banking Grenzen auf. Denn die erfolgreichsten Private-Banking-Institute zeichnen sich neben der richtigen Wahl ihrer geografischen Präsenz und großer Ertragsstärke bei der Vermögensverwaltung insbesondere durch erstklassiges Personal aus. Spitzenkräfte bestechen insbesondere durch überlegene Beratungsqualität und die Fähigkeit, Anlagestrategien und Produktauswahl optimal auf die Vermögenssituation der Kunden abzustimmen.

Recruiting und Talententwicklung gewinnen daher an Bedeutung. Die individuelle Betreuung der anspruchvollen Kunden ist nach Einschätzung der an der McKinsey-Untersuchung beteiligten Unternehmen nur mit hervorragend ausgebildeten Spezialisten möglich. Hohe Beratungsqualität und Investment-Performance sind entscheidende Faktoren für Kundenzufriedenheit.

Vermögende Bankkunden erwarten verstärkt eine umfassende Betreuung unter Berücksichtigung ihrer gesamten Vermögens- und Anlagesituation. Einfache Empfehlungen zu Asset-Klassen oder Märkten sind immer weniger gefragt.

Auch 93% der von Steria Mummert Consulting in der Studie “Potenzialanalyse Vertrieb” befragten Bankvorstände gehen davon aus, dass das Fachwissen der Banker künftig oberste Priorität haben wird. Zum Profil eines guten Bankberaters gehören demnach auch so genannte “weiche” Eigenschaften wie Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft oder Termintreue. 90% der Bankvorstände schätzen, dass diese für die Kunden immer wichtiger werden.

Damit entscheidet die Aus- und Weiterbildung der Banker über die Wachstumschancen und zukünftigen Gewinne der Institute.

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