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Der kleine Knigge für Campus-Events mit Investmentbanken

Ins Investmentbanking einzusteigen, ist schwierig und nur der Hartnäckige hat Erfolg. Daher sind die Campus-Events von Investmentbanken eine Chance, einen Fuß in die Tür zu bekommen, auch wenn dies bedeutet, sich unfreundlich gegenüber den Kommilitonen zu verhalten.

Liege ich damit richtig? Wohl kaum. Wie eine Email von der Columbia Business School zeigt, die in den Wall Street Blog Dealbreaker gelangte, ist eine übermäßig aggressive Taktik gegenüber potenziellen Arbeitgebern bei Networking-Events peinlich.

Studenten von der Columbia Business School “sind bereits berüchtigt für ihre Bereitschaft, Mitstudenten mit dem Ellbogen aus dem Gesprächskreis mit Senior Bankern hinauszudrängen und dafür, die Banker geradezu mit Fragen zu bombardieren. Damit halten sie andere Studenten von der Kontaktaufnahme und von der Gesprächsteilnahme ab.”

Damit vermitteln sie kein gutes Bild von sich selbst und was noch wichtiger ist: Es ist nicht einmal besonders effektiv, da “ein solches Verhalten zeigt, dass Sie aggressiv und unkollegial und daher auch keine angenehme Persönlichkeit sind, mit der man eine 100 Stunden-Arbeitswoche verbringen möchte.”

Die Columbia Business School ist derart beschämt von diesem Verhalten, dass sie eine lange Liste von Verhaltensregeln für Campus-Events aufgestellt hat, die sie ihren Studenten auferlegt hat.

Hier folgt die Liste, die Sie beherzigen sollten.

  • Wenn Sie einen Kommilitonen hinter sich Stehen sehen, treten Sie beiseite und lassen Sie ihn in den Gesprächskreis um den Banker – das zeugt von Teamarbeit.
  • Stellen Sie einige Fragen und gehen Sie weiter oder schweigen Sie, um auch die Klassenkameraden zum Zuge kommen zu lassen.
  • Falls sechs bis sieben Studenten um einen Banker herumstehen, dann sollten Sie nicht mehr als ein oder zwei Fragen stellen.
  • Falls es hingegen nur zwei oder drei sind, dann können Sie einige Fragen mehr vorbringen, sofern Sie gute Kontakte knüpfen. Doch bleiben Sie immer rücksichtsvoll gegenüber Ihren Mitstudenten – nutzen Sie Ihr bestes Urteilsvermögen.
  • Falls Sie 15 bis 20 Minuten mit einem Banker gesprochen haben, dann ist es vollkomem in Ordnung, sich höflich zu entschuldigen und nach einer Visitenkarte zu fragen.
  • Wenn der Banker keine Visitenkarten mehr hat und Sie haben eine von ihm, dann nutzen Sie sie gemeinsam mit Ihren Mitstudenten.
  • Bedenken Sie, dass diese Events auch dazu dienen, Leute ausfindig zu machen, die eines Tages Kundenaufträge generieren können – also behandeln Sie die Recruiter wie Sie einen millionenschweren Kunden behandeln würden.
  • Reißen Sie nicht die ganze Zeit der Recruiter an sich – insbesondere nicht von Führungskräften. Sprechen Sie auch mit den jüngeren Bankern – ihnen obliegt oftmals der erste Vorschlag für Einladungslisten.
  • Schwindeln Sie nicht und seien Sie bei Ihrem Auftritt nicht oberflächlich – Banker interagieren täglich mit Dutzenden von Leuten und können leicht ein künstliches von einem ehrlichen Verhalten unterscheiden.
  • Bedrängen Sie die Banker nicht mit Fragen, wenn diese sich eine kleine Auszeit gönnen und beispielsweise einen Happen zu sich nehmen. Bedenken Sie, dass auch sie menschliche Wesen sind und einen sehr langen Arbeitstag haben.
  • Seien Sie nicht betrunken und schlingen Sie kein Essen vor den Bankern herunter – gleich wie hungrig oder müde Sie sind.
  • Seien Sie nicht schüchtern oder hochnäsig; geben Sie sich vielmehr freundlich, fröhlich, lächeln Sie und bleiben sie immer professionell.
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