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GASTKOMMENTAR: Guerilla-Strategien zur Jobsuche für die wirklich Verzweifelten

Ich selbst bin glücklich in meinem Job und verfüge über keinen Grund, einer neuen Stelle nachzujagen. Ich zähle also zu den Glücklichen. Doch ich kenne frühere Kollegen, die bereits seit 2008 nach einer Arbeit suchen. Ich befürchte, dass sich einige von ihnen noch nicht an den geschrumpften Arbeitsmarkt im Finanzdienstleistungssektor angepasst haben und immer noch in ihrer Traumwelt wie zu Zeiten des Kreditbooms leben. Ihnen wurden Jobs angeboten, doch sie haben sie abgelehnt, weil “die Bezahlung nicht gut genug gewesen ist” oder “die machen nicht das, was mich interessiert.”

Falls Sie verzweifelt sind und rasch einen neuen Job brauchen, dann sind die folgenden Strategien genau das richtige für Sie. Doch nutzen Sie sie mit Vorsicht.

1. Internet Stalking

Dank des Internets bedeutet Stalking nicht länger, dass man einer Person physisch nachlaufen muss. Heutzutage können Sie sie digital verfolgen. Suchen Sie nach möglichen Recruitern in Twitter, Xing oder Facebook. Schmeicheln Sie sich subtil ein. Zwitschern sie auf Twitter ihre Meinungen nach und lachen Sie über ihre Witze.

2. Das gute alte Stalking

Falls dies misslingen sollte, dann finden Sie heraus, wo diese Leute herumhängen und gehen Sie dorthin. Einem möglichen Boss auf einer Türschwelle zu begegnen, lässt sich leider kaum umsetzen, insbesondere seit in den zurückliegenden zwei Jahren profilierte Finanzgrößen immer mehr zu einem Ziel von Paparrazis geworden sind ähnlich wie etwa Brangelina.

Die Umkleidungskabinen von Fitness- und Segelclubs rund um den Finanzdistrikt sind ebenfalls gut geeignet. Dies nenne ich die “nukleare Option”. Doch man kann nie wissen, vielleicht sind sie von Ihrer Hartnäckigkeit beeindruckt und stellen Sie umgehend ein.

3. Geburtstage

Das Internet kann auch eine Quelle für Geburtstags-Daten sein. Lesen Sie die Society-Seiten des Evening Standard, der Financial Times usf. Falls Sie jemanden eine Karte oder eine Email mit den besten Geburtstagswünschen senden, dann mag ihnen das gefallen und sie merken sich Ihren Namen. Andernfalls mögen sie Sie für ein wenig verrückt halten.

4. Blogs und Kommentare

Viele Menschen neigen dazu, sich an jemanden zu erinnern, wenn sie die gleiche Meinung teilen – oder zumindest, dass Sie eine Person mit interessanten Ansichten sind. Schreiben Sie einen Blog über Ihre Investmentstrategie, ziehen Sie die Aufmerksamkeit über Xing, Twitter oder durch Emails auf sich. Dazu ist ein Blog sehr gut geeignet, wozu Sie allerdings den Seitenbetreiber überzeugen müssen, dass Sie bereits ein Investmentprofi sind, damit Ihnen das erlaubt wird (und wer kennt schon Facebook-Gründer Mark Zuckerberg von der Uni).

Bei dem Autor handelt es sich um einen ehemaligen M&A Banker, der jetzt im Private Equity arbeitet.

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