Commerzbank will kräftig in der IT anheuern

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Die Commerzbank kommt bei ihrer Digitalisierung voran. Mittlerweile sind 59 Prozent der Prozesse digitalisiert. Bis 2020 soll die Quote auf 80 Prozent steigen. Dazu will der Konzern im laufenden Jahr die Organisationstrukturen ihres digitalen Campus sukzessive auf die Kernbank übertragen. Mit dem Umbau der Zentrale im Zuge des sogenannten Campus 2.0 soll im Sommer begonnen werden. Dazu rückt die Bank von ihrem Ziel ab, die Beschäftigung auf 36.000 Vollzeitstellen abzubauen. Vielmehr geht die Bank für 2020 von über 38.000 Mitarbeitern aus. Von dem Stellensegen werden vor allem die IT und im geringeren Maße die Compliance profitieren, in der die Commerzbank bereits über 700 Mitarbeiter beschäftigt. Dagegen soll in den Back Office-Bereichen der Personalabbau wie geplant weitergehen.

„Was sich verändert hat, ist nicht der erforderliche Personalabbau“, sagte Konzernchef Martin Zielke, bei der Vorstellung des Ergebnisses für 2018. „Wir werden weniger Aufgaben extern vergeben und sie künftig häufiger intern erledigen.“ Wie andere Banken auch werde die Bank bisherige Consultants und Contractors in der IT vermehrt fest anstellen. Mithin hält die Bank an ihrem Kostenziel von 6,5 Mrd. Euro im Jahr 2020 fest. Im vergangenen Jahr lagen die Verwaltungskosten noch bei knapp 6,9 Mrd. Euro.

Obgleich der Konzern sein operatives Ergebnis um 8 Prozent auf 1,2 Mrd. steigern konnte, hat die Commerzbank vor allem in ihrem Firmenkundengeschäft zu kämpfen. Dort sank das operative Ergebnis um 7 Prozent auf 629 Mio. Euro. Die Erträge verminderten sich abermals um 4 Prozent auf knapp 3,5 Mrd. Euro. Während das Mittelstandsgeschäft ein Minus von 5 Prozent auf knapp 1,8 Mrd. verkraften musste, sanken die Erträge im Geschäft mit Großunternehmen nur um 1 Prozent auf 877 Mio. Euro. Umgekehrt legten die Erträge im Geschäft mit Finanzdienstleistern um 3 Prozent auf 474 Mio. Euro zu.

Für das abgelaufene Jahr wird die Commerzbank wieder einen Bonus zahlen, der allerdings ziemlich niedrig liegt. „Wir werden eine variable Vergütung zahlen, die liegt bei 134 Mio. Euro“, sagte Zielke.

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