An der Spitze der Nahrungskette: Wer bei der Deutschen Bank das meiste Geld einstreicht

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Nahrungskette

Investmentbanker sind wie Löwen: Auch wenn es immer weniger von ihnen gibt, stehen sie immer noch an der Spitze der Nahrungskette (Foto: Getty Images)

Trotz eines ehrgeizigen Sparprogramms und miesen Ergebnissen stehen bei der Deutschen Bank auch weiterhin die Investmentbanker an der Spitze der Nahrungskette. Nach den vorläufigen Ergebnissen für 2018 ließ der strauchelnde Konzern für jeden seiner gut 16.000 Front Office-Investmentbanker immer noch mehr als 242.000 Euro springen. Das waren gerade einmal rund 4000 Euro weniger als im Vorjahr und das, obgleich die Erträge um 8 Prozent gesunken sind.

Mit dem Sparprogramm purzelten zwar die Kosten, doch leider gingen die Erträge noch schneller zurück. Damit verschlechterte sich die Aufwands-Ertragsquote von 90,6 auf 94,8 Prozent. Für jeden Euro Ertrag im Corporate and Investment Banking musste die Deutsche Bank also fast 95 Cent auf den Tisch legen.

Die Nummer zwei in der Nahrungskette ist ebenso unangefochten das Asset Management. Jeden der rund 4000 Front Office-Mitarbeiter ließ sich das Institut knapp 196.000 Euro springen. Dies stellt gegenüber 2017 ein Minus nur gut 3 Prozent dar, was angesichts der Halbierung des Vorsteuergewinns durchaus verkraftbar erscheint. Wie andere Asset Manager auch litt die Deutsche Bank unter der deutlichen Eintrübung an den Märkten. Mit 79,4 Prozent ist die Kostenquote zwar die beste im Konzern, aber immer noch rund 10 Prozentpunkte zu hoch.

Auf den unteren Stufen der Nahrungskette stiegen die Vergütungen allerdings. Im Middle und Back Office (Corporate & Others) legte der Personalaufwand um fast 8 Prozent auf etwa 103.000 und im Filial- und Firmenkundengeschäft um 5 Prozent auf knapp 96.000 Euro zu. Neben der deutlich verbesserten Profitabilität des Filialgeschäfts dürfte sich hierin der Abbau von weniger qualifizierten Back Office-Profilen im Zuge der Digitalisierung niederschlagen.

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