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Ein Blick nach Übersee: Wie wird der Bonus für 2010 ausfallen?

Die Bonussaison steht noch am Anfang. Während die ersten US-Banken schon ihren Jahresabschluss und die Höhe ihrer Bonuszahlungen für 2010 veröffentlicht haben, steht die heiße Phase in Europa erst noch bevor. So wird die Deutsche Bank am 3. Februar ihr Geschäftsergebnis für 2010 präsentierten und am 12. Februar das Geheimnis über die Boni ihrer Mitarbeiter lüften. Bei der UBS werden die entsprechenden Informationen am 8. und 9. Februar publiziert.

Dabei könnten die Ergebnisse der eFinancialCareers-Bonusumfrage in den Großbritannien und und den USA vielleicht einen vagen Eindruck vermitteln, was den Europäern in den kommenden Wochen bevorsteht. Allerdings hat bislang auch jenseits des Kanals und des Atlantiks nur eine Minderheit der Banker vor dem Umfrageschluss konkrete Zahlen erfahren, daher handelt es sich teilweise nur um Erwartungen.

Hoffnung in der City…

Ein kleines Plus bei den Boni erwarten die Banker von der Insel. Die gut 2200 Umfrageteilnehmer hoffen für 2010 einen Bonus von durchschnittlich gut 52.000 Pfund (60.000 Euro) einstreichen zu können, was immerhin 5 Prozent mehr als im Vorjahr sind.

Die Höhen der variablen Vergütungen pendelten indes stark zwischen 0 und bis zu 900.000 Pfund (gut 1 Mio. Euro) Das Gros entfällt indes auf die niedrigeren Boni, denn der Median beläuft sich auf lediglich 16.500 Pfund (19.000 Euro), was sogar 10 Prozent über dem Vorjahreswert liegt.

Am besten schneiden dabei die Mitarbeiter von Hedgefonds ab, bei denen sich die Bonuserwartungen durchschnittlich auf knapp 140.000 Pfund (160.000 Euro) belaufen. Da der Median in dieser Berufsgruppe bei stolzen 80.0000 Pfund (92.500 Euro) liegt, droht nur wenigen Hedgefonds-Mitarbeitern Armut.

An der Basis der Nahrungspyramide tummeln sich die Beschäftigten aus Operations und Accounting mit einer durchschnittlichen Bonuserwartung zwischen 16.000 und 17.000 Pfund (18.500 bis 19.500 Euro).

So richtig Freude kommt aber auch bei den Bankern im Vereinigten Königreich nicht auf. Denn 42 Prozent der Umfrageteilnehmer geht davon aus, dass die Bonushöhe im Rahmen ihrer Erwartungen liegt. 36 Prozent rechnen mit einer negativen und nur 14 Prozent mit einer positiven Überraschung.

…Ernüchterung an der Wall Street

Dagegen dominieren jenseits des Atlantiks die langen Gesichter. Dort erwarten die Umfrageteilnehmer durchschnittlich einen Bonus von gut 71.000 US-Dollar (52.000 Euro), was 5 Prozent unter dem Vorjahreswert liegen würde. Hier bewegt sich die Bonushöhe zwischen 0 und 5 Mio. US-Dollar (3,7 Mio. Euro), wobei der Median ebenfalls um 5 Prozent auf 20.000 US-Dollar (14.600 Euro) purzelte.

Mit fast 190.000 US-Dollar (140.000 Euro) liegen die Bonuserwartungen bei den einschlägigen US-Investmentbanken am höchsten, gefolgt von den Managern Alternativer Anlagen mit gut 142.000 US-Dollar (104.000 Euro).

Die Beschäftigten aus den Bereichen Private Equity, Investment Banking, Foreign Exchange, Derivatives und Research rechnen der Umfrage zufolge mit steigenden variablen Vergütungen. Dagegen erwarten Fondsmanagement, Risikomanagement und Rohstoffhandel in den USA mit Einbußen.

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