GASTBEITRAG: Überlebenstipps für den CFA-Examenstag

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CFA exam day

Am kommenden Samstag (23. Juni) stehen die diesjährigen CFA-Examen an. Falls Sie auch zu den Zehntausenden an Teilnehmern gehören, wünsche ich Ihnen viel Glück. Die Prüfungen stellen keinen Zuckerschlecken dar, was die niedrigen Erfolgsquoten belegen.

Als jemand, der alle drei Examen bestanden hat, und heute zu den Charterholdern zählt, kenne ich einige Dinge, die Ihnen bestimmt weiterhelfen.

Kopf leer? Dann gehen Sie auf die Toilette

Eine Denkblockade während der CFA-Examen ist weit verbreitet. Ich kann mich erinnern, wie ich bei jedem Level das Examensheft geöffnet und es durchgeblättert habe, wobei sich regelmäßig Erinnerungslücken einstellten. Falls Ihnen das ebenso geht, dann sollten Sie zunächst ein paar Fragen aus denjenigen Gebieten beantworten, die Ihnen liegen, um ein wenig Selbstvertrauen aufzubauen und hoffentlich einige Treffer zu landen. Wenn Ihre mentale Blockade den Grad erreicht, dass Sie sich nicht mehr an eine bestimmte Formel oder ein Thema erinnern können, dann sollten Sie zur Toilette oder dem Wasserspender gehen – auch wenn Sie das gar nicht nötig haben. Denn der Abstand zum Examenspapier bewirkt einen mentalen Neustart, wodurch Sie hoffentlich bei der Rückkehr klarer denken.

Besorgen Sie sich Ohrenstöpsel

Ohrenstöpsel gehören zu den wenigen Utensilien, die im Examenssaal erlaubt sind. Sie erweisen sich als besonders nützlich, wenn Ihr Nachbar ständig hustet. Ebenso helfen die Stöpsel gegen Verkehrslärm oder andere Störungen.

Legen Sie Ihren Stift hin, sobald das verlangt wird

Wenn die Aufsichtspersonen Sie auffordern, Ihre Stifte hinzulegen und mit dem Schreiben aufzuhören, dann sollten Sie dem nachkommen. Falls Sie das unterlassen, dann sind Sie einer reichlich einfachen Aufforderung nicht nachgekommen und haben sogar gegen den Ethikcodex des CFA verstoßen. Am Ende meines Examens zum Level III saß einige Reihen vor mir ein Kerl, der seinen Multiple Choice Test munter weiter ausfüllte, worauf sich eine der Aufsichtspersonen seine persönlichen Daten notierte. Können Sie sich vorstellen, wie schmerzvoll es ist, wenn man so kurz vor der Ziellinie disqualifiziert wird?

Sagen Sie den Aufsehern, wenn Sie abgelenkt werden

Während meines Examens zum Level II saß jemand vor mir, der heftig sein Bein schüttelte. Ich kann mir nur vorstellen, wie das seinen Nachbarn ablenkte, der den Tisch mit ihm teilte. In einer solchen Situation ist es völlig legitim, wenn Sie sich bei einer Aufsichtsperson beschweren, was er auch machte. Schließlich wollen Sie optimale Prüfungsbedingungen und nicht, dass Ihnen jemand auf die Nerven fällt und so die Arbeit von sechs Monaten zunichte macht.

Gönnen Sie sich Frühstück und Mittagessen – aber nur leichte

Es handelt sich um die beiden wichtigsten Mahlzeiten am Examenstag. Sie sollten also nicht essen, was Ihnen schwer im Magen liegt. Ich habe einen Kerl gesehen, der in der Mittagspause zwei große Burger verschlang – vermutlich handelte es sich um seine Form der Stressbewältigung. Der gleiche Kerl hat während der Prüfung für volle 15 Minuten seinen Platz verlassen, vermutlich um zur Toilette zu gehen. Ich weiß nicht, ob er die Prüfung beenden konnte.

Lassen Sie Ihr Handy während der Mittagspause ausgeschaltet

Dabei handelt es sich um eine persönliche Präferenz, die Sie sich allerdings merken sollten. Nutzen Sie die Mittagspause fürs Essen. Ein Teilnehmer hat hingegen 45 Minuten seiner Mittagspause fürs Telefonieren vergeudet, wobei er die Vormittagsprüfungen durchgegangen ist. Schneller als er erwartete, wurde er zur nächsten Prüfung gerufen. Ich bin mir sicher, dass es ihm sein Magen nicht gedankt hat. Darüber hinaus dürften seine Klagen über die Vormittagsprüfungen sein Selbstvertrauen bei den Nachmittagsprüfungen beeinträchtigt haben. Seien Sie also gewarnt.

Jai Doshi ist Hedgefonds-Researcher bei Mercer Investment Consulting und CFA-Charterholder.

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