Berenberg deklassiert Großbanken: 100 neue Stellen in Sales und Research geplant

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Berenberg in Hamburg

Berenberg setzt ihren Personalaufbau fort. Insgesamt wuchs die Zahl der Mitarbeiter 2017 um 70 auf 1576, wie aus den am heutigen Montag (5. Februar) veröffentlichten Geschäftszahlen für 2017 hervorgeht. Obgleich die Umsetzung der EU-Richtlinie MiFID II die Branche verunsichert, baute die Hamburger Privatbank ihr Londoner Analystenteam um 22 auf 122 Stellen aus. Die Zahl der gecoverten Aktien erhöhte sich um 136 auf 770 Werte. Mit 53 Mitarbeitern unterhält Berenberg mittlerweile das größte Sales-Team für europäische Aktien und es sollen noch mehr werden.

100 neue Jobs in New York

In New York will die Bank ihre Mitarbeiterzahl in den kommenden beiden Jahren sogar auf 150 verdreifachen. „Das sind hauptsächlich Stellen in Sales und Research“, erläuterte ein Unternehmenssprecher.

Neben dem Stellensegen im Investment Banking steigerte Berenberg auch seine Mitarbeiterzahl im Asset und Wealth Management um 22 „Investmententscheider“, wobei es sich u.a. um Portfoliomanager handle. „Wir wollen einer der führenden Anbieter von aktiven Investmentlösungen für deutsche und europäische Aktien werden“, sagte Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg.

Konkret erhöhte Berenberg die Beschäftigung an ihrem Stammsitz in Hamburg um ca. 50 auf 899 Mitarbeiter, in London um etwa 30 auf 345 und in Frankfurt um rund 20 auf 98, wie der Sprecher ausführte. Dagegen habe es an einigen anderen Standorten einen leichten Abbau gegeben. Abgesehen von New York gebe es keine großen Wachstumspläne, was Einstellungen jedoch nicht ausschließe.

Eigenkapitalrendite von 43 Prozent

Unterdessen klingelte es in der Kasse. Der Provisionsüberschuss kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent auf 343 Mio. Euro. Dafür war vor allem das Aktiengeschäft mit einem Plus von 69 Prozent auf 240 Mio. Euro verantwortlich. In Equity Capital Markets konnte Berenberg die Zahl ihrer Transaktionen von 21 auf 51 steigern, wovon 28 auf den deutschsprachigen Raum und 17 auf Großbritannien entfielen. Damit waren die Hamburger in Deutschland Marktführer.

Unter dem Strich verdienten die Hamburger im vergangenen Jahr gut 90 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es noch 161 Mio. Euro gewesen. In den Zahlen von 2016 war allerdings auch ein hoher Veräußerungsgewinn eingeflossen. Die Eigenkapitalrendite belief sich auf erstaunlich gute 43 Prozent. Von dem Geldsegen scheinen die Mitarbeiter etwas abzubekommen. So kletterte der Personalaufwand pro Kopf um 5 Prozent auf gut 133.000 Euro.

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