Deutsche Bank mit neuer Recruiting-Strategie

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Deutsche Bank mit neuer Recruiting-Strategie

Dass sich IT-Team bei Banken lustige Namen geben ist eine Form von Arbeitgebermarketing. Bei guten Programmierern wird die Bankenbranche wegen ihrer guten Gehälter geschätzt (auch wenn diese nicht mehr ganz so gut sind wie einst und niedriger sind als die bei Tech-Unternehmen). Gleichzeitig sind Banken jedoch als langweilig, die Atmosphäre als lähmend verschrien. Dass man Stellenbeschreibungen nun aufpeppt, soll Top-Programmieren signalisieren, dass sie nicht im Anzug erscheinen oder Arbeitszeiterfassungsbögen ausfüllen müssen.

Mit ihrem SWAT-Pod „Breaking Wave“ hat die Deutsche Bank diese Strategie nun konsequent weiterentwickelt: Die Ausgründung sieht sich selbst noch nicht als Teil der Deutschen Bank. Die Zugehörigkeit wird zwar nicht verheimlicht, schließlich ist man am Londoner Standort der Deutschen Bank ansässig. Und dennoch hat die Tochter eigene Räume, einen eigenen E-Mail-Server und das charakteristische Logo der Bank ist nirgendwo zu sehen. Aufgabe der 75 (geplanten) Mitarbeiter wird es sein, neue Fintech-Produkte und -Konzepte zu entwickeln, die zum Großteil an außenstehende Investoren verkauft werden sollen. Bei einigen scheint jedoch beabsichtigt, diese im internationalen Netzwerk der Deutschen Bank zu verkaufen.

Böse Zungen mögen behaupten, dass dies nicht gerade Vertrauen in die eigene Marke ausdrückt – aber vielleicht ist es besser, angesichts der diversen Imageprobleme der Branche der Wahrheit ins Auge zu blicken. Thomas Nielsen merkt allerdings an dass Breaking Wave, anders als StartUps, „gute Gehälter zahlen kann“. Auch dass die Bank eines der Schwergewichte der Eurozone ist, dürfte bei Einstellungsverfahren dann und wann Thema sein. Und doch gibt sich Nielsen schonungslos ehrlich: „Wer gerade seinen Abschluss gemacht hat und Stellenangebote von Microsoft, Apple, Google, Facebook und der Deutschen Bank hat, wird sich meiner Meinung nach nicht für die Deutsche Bank entscheiden.“ Daher scheint es wohl am besten, seine Identität etwas zu verschleiern.

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